Alle Vorschläge für die Reform der Rente sollen laut Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) umgesetzt werden. Eine Expertenkommission hat das Konzept erarbeitet. Es sieht zum Beispiel vor, die Altersgrenze für den Renteneintritt langsam anzuheben, angepasst an die Lebenserwartung. Die Rente ohne Abschläge für besonders langjährig Versicherte soll wegfallen. Außerdem sollen mehr Menschen in die Rentenversicherung einzahlen, etwa Selbstständige und Abgeordnete.
Die Reaktionen sind gemischt: Wirtschaftsverbände sehen die Vorschläge überwiegend positiv, Gewerkschaften üben Kritik. Widerstand zeichnet sich auch in den Ländern ab. Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig zum Beispiel hält es für falsch, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln. Die SPD-Politikerin spricht sich im "Tagesspiegel" dafür aus, nach Beitragsjahren zu gehen. Das sei gerechter.