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- In Sachsen-Anhalt wählten fast die Hälfte der Wahlbeteiligten die AfD. Die Gründe dafür sind vielfältig, darunter auch einer, der die Ausrichtung unserer Gesellschaft betrifft. Man misstraut den Eliten, wendet sich gegen „die da oben“ und sucht nach einfachen Lösungen. Mit den Eliten wird pauschal abgelehnt, wen man in den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Führungsebenen wähnt. Dort wird über Gesetze entschieden, werden Milliarden verwaltet und wird letztlich die Zukunft unseres Landes geprägt. Doch wer sind diese Eliten überhaupt? Entscheidet Leistung oder Herkunft, wer dazu zählt? Und wie viel Substanz steckt hinter dem Vorwurf, sie hätten den Bezug zur Realität der Bürger verloren?
Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit Prof. em. Michael Hartman, Soziologe und Elitenforscher an der TU Darmstadt, dem Schauspieler und Salem-Schüler Oliver Mommsen, dem Politikwissenschaftler Dr. Lars Vogel von der Uni Leipzig und mit Sabine Helling -Moegen, Geschäftsführerin der Helmholtz-Gemeinschaft in Berlin.
Podcast-Tipp: Eliten in der DDR
Auch die DDR wurde von Eliten getragen, die nicht in vorderster Parteifront standen, aber den Staat trotzdem am Laufen hielten und dafür auch mit Privilegien belohnt wurden. Als Betriebsdirektor, Schulleiter, Parteisekretär oder Richter gehörten sie zu den „oberen Zehntausend“, zur Elite des Landes. Über diese Menschen ist bisher wenig bekannt. Dieser Podcast stellt einige von ihnen vor.
https://www.ardsounds.de/sendung/eliten-in-der-ddr-von-mdr-aktuell/urn:ard:show:dd806317111191c0/ - Die Wahl in Sachsen-Anhalt ist gelaufen und das Ergebnis nicht überraschend: Die AfD hat mit 43,8 % mit Abstand die meisten Stimmen in Sachsen-Anhalt bekommen. Für die absolute Mehrheit der Sitze im Landtag reicht es allerdings nicht. Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass die Regierungsbildung kompliziert werden wird. Wenn alle Stimmen ausgezählt sind, stellen sich viele weitere Fragen nach den Konsequenzen aus der Wahl. Welche Perspektive sehen junge Menschen in einem Bundesland, das immer mehr Einwohner verliert? Vor allem junge, gut ausgebildete Frauen ziehen weg. Wirtschaftsunternehmen wie auch soziale Einrichtungen sorgen sich um Fachkräfte, für die es Zuwanderung bräuchte. Wie gehen Kultureinrichtungen mit der Situation nach der Wahl um? Und wie kommt man wieder miteinander ins Gespräch, in einem Bundesland in dem es zwei Seiten zu geben scheint: Für oder Gegen die AfD.
Darüber sprechen wir mit MDR-Landeskorrespondentin Doreen Jonas, mit Annegret Laabs, Sprecherin der Initiative „Kultur ist Vielfalt und Heimat“, mit Frank Richter, ehemaliger Direktor der Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen und mit dem Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk.
Podcast-Tipp: Berlin Code
"Berlin Code" ist der Politik-Podcast aus dem ARD-Hauptstadtstudio. Linda Zervakis schaut mit den ARD-Korrespondentinnen und -korrespondenten jede Woche hinter die Kulissen der Bundespolitik.
https://www.ardsounds.de/sendung/berlin-code-mit-linda-zervakis/urn:ard:show:7d6b2a6353d8a1a6/ - Warten aufs Christkind. Warten auf den Bus. Warten auf Godot. Und: Warten auf Gewissheit, sei sie erlösend oder niederschmetternd. Wenn wir warten, sind wir mit unseren Gedanken und Sinnen bei einem Ereignis, das noch nicht eingetreten ist. Einem Ereignis, das zwangsläufig, möglicherweise oder auch gar nicht eintreten wird. Warten ist ein Zustand, der vorübergeht - manchmal (unerwartet!) schnell, aber nach unserem Gefühl meist viel zu langsam. Die Zeit des Wartens kann uns dann vorkommen wie eine Ewigkeit. Und im äußersten Fall kann auch eine tatsächliche Ewigkeit daraus werden. Es sei denn, Godot kommt doch noch irgendwann. Unsere Gedanken und Sinne beschäftigen sich beim Warten aber nicht nur mit dem, worauf wir warten. Sondern unterbewusst auch mit dem Warten selbst.
Wie erleben wir die Zeit des Wartens? Wie versuchen wir, sie zu gestalten oder zu vertreiben? Ist warten nur Not oder auch Tugend? Der Schlüssel zum Erfolg? Oder eine Form des Ausgeliefertseins? Warten lassen ist Macht - und warten können vielleicht auch. Aber warum ist warten oft so anstrengend? Und: Wann kann warten glücklich machen?
Moderator Oliver Glaap spricht darüber mit der Psychologin Isabell Winkler, dem Philosophen Timo Reuter, dem Verhaltensökonomen Matthias Sutter und dem Soziologen Rainer Paris.
Podcast-Tipp: Achtsamkeit von Deutschlandfunk Nova
Viele haben das Warten verlernt. Schnell und einfach direkt auf alles Mögliche zugreifen zu können, hat dazu geführt, dass wir für vieles keine Geduld mehr haben. Dagegen ist Geduld Achtsamkeit.
Wie wir Geduld lernen und achtsam Ungeduld in den Griff bekommen können, darum geht es in diesem Podcast.
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:5b5c033682068867/ - Es gibt immer mehr Elektroautos auf unseren Straßen: Bei den Neuanmeldungen im Juli 2026 stiegen die Zahlen um 60% im Vergleich zum Vorjahr. Aber ist das schon die Verkehrswende? Reicht es, sich auf batterie-betriebene Fahrzeuge zu verlassen? Laut einer neuen Studie reduzieren sie die CO₂-Emissionen gemessen am kompletten Lebenszyklus nur um 41 Prozent - und sind also nicht klimaneutral, wie die EU-Kommission annimmt. Wie sieht es mit Alternativen zum Auto aus, wie ÖPNV und andere Verkehrsmittel wie Fahrräder und Tretroller? Und wie hat das weiterhin hohe Verkehrsaufkommen das Verhalten im Straßenverkehr verändert?
Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit dem Soziologen und Mobilitätsforscher Andreas Knie, mit Kirstin Zeidler vom Gesamtverband der Versicherer, mit Philipp Kosok, vom Thinktank Agora-Verkehrswende und mit Jutta Deffner vom Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt.
Podcast-Tipp: Die Reportage - Geschichten hinter den Nachrichten
Verkehrswende auf dem Land: Ein Jahr ohne Auto
Während in Großstädten das ÖPNV-Angebot gut ausgebaut ist und Bikesharing boomt, scheint das Auto auf dem Land unersetzlich. Ein Projekt in Sachsen will zeigen, dass es auch anders geht. Eine Reportage von Max Fallert.
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:f0b79d6cfcfae49c/ - Wie viel können und wollen, dürfen und müssen wir in Zukunft noch arbeiten? Unsere Arbeitswelt verändert sich gerade an vielen Stellen, auf vielfältige und oft auch widersprüchliche Weise: Künstliche Intelligenz nimmt uns viel Arbeit ab - und weg. Sie bedarf aber zugleich der menschlichen Kontrolle. Auf der einen Seite werden reihenweise Stellen gestrichen, aber auf der anderen Seite fehlt es an Fachkräften. Aus der Politik kommt die Botschaft, dass wir alle länger arbeiten sollen. Aber viele von uns sind schon jetzt überlastet. Arbeiten wir also zu viel, zu wenig oder einfach nur falsch? Arbeit gibt es genug. Aber sie wird oft nicht gerecht verteilt, nicht angemessen bezahlt und nicht ihrem Wert entsprechend anerkannt. Wo ist unsere menschliche Arbeitskraft weiterhin gefordert? Woher holen wir die Arbeitskräfte, die uns fehlen? Reichen unsere Kräfte, um länger als bisher zu arbeiten? Und woher nehmen wir die Kraft, um neben unserer bezahlten Arbeit auch noch Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen gerecht zu werden? Es gibt viel zu tun. Aber wie packen wir es an?
Moderator Oliver Glaap spricht darüber mit Gästen, die an all diesen Fragen arbeiten: Mit Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, mit Nicole Beste-Fopma, Journalistin und Vorsitzende des Bundesverbands Vereinbarkeit, mit Andreas Werner, Projektleiter im Bereich Digitalisierung am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation und mit Nils Backhaus von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.
Podcast-Tipp: WDR5 Neugier genügt
Wie Arbeit glücklich macht
Im Büro, auf dem Bau oder in der Bäckerei: Die meisten Menschen wünschen sich eine Arbeit, die glücklich macht. Wie kann das gelingen und was, wenn das Gegenteil der Fall ist? Der Arzt Claas Lahmann gibt Tipps
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:section:55286329e89a0581/
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