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  • Lobbyland-Autor Marco Bülow (MdB): »Demokratie ist nicht nur eine Bringschuld vom Staat«
    Am 26. September 2021 wird ein neuer Bundestag gewählt. Daher geht es in dieser Podcast-Folge um ein politisches und gesellschaftskritisches Buch. »Lobbyland – Wie die Wirtschaft unsere Demokratie kauft« lautet der Titel des neuen Buches von Marco Bülow. Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de spricht mit dem Autor. Marco Bülow sitzt als Abgeordneter seit 2002 im Bundestag. Damals war er 31 Jahre alt. Als Kandidat der SPD für den Wahlkreis Dortmund I wurde er stets direkt gewählt. Jedoch galt er oftmals als aufmüpfig und war als Abgeordneter nicht ganz so stromlinienförmig angepasst wie andere. Im Jahre 2018 trat er schließlich aus der SPD aus. Wie viele in der SPD versprach er vor der letzten Bundestagswahl, dass es keine weitere große Koalition geben werde. Als die Meinung der SPD nach der Wahl kippte, war dies für ihn ein weiterer Grund, nach 26 Jahren Mitgliedschaft aus der SPD auszutreten. Nach zwei Jahren als parteiloser Abgeordneter trat er 2020 in die Partei »DIE PARTEI« ein. Von den Medien wird DIE PARTEI gerne als Spaßpartei oder Satirepartei bezeichnet. Ihr bekanntester Vertreter ist der EU-Abgeordnete Martin Sonneborn. Wir erwischen Marco Bülow für das Gespräch in seinem Wahlkreis in Dortmund, wo er jetzt als Kandidat für DIE PARTEI antritt. Wie sieht er nach dem Parteiwechsel seine Chancen für eine Wiederwahl? Würde er erneut direkt gewählt werden, säße er im Bundestag. Die Chancen, dass DIE PARTEI die Fünfprozenthürde überspringt, sind eher gering. Ganz ruhig, berichtet Marco Bülow, sei es im Parlament derzeit nicht. Die Lage in Afghanistan, die Flut im Ahrtal und immer noch Corona bedingen Sondersitzungen. Als fraktionsloser Abgeordneter gehöre man gar nicht zu den Hintersten der Hinterbänkler, musste Bülow feststellen. Man könne sich beispielsweise den Ausschuss selbst aussuchen, in dem man sitzt, während dies ansonsten die Fraktion vorgibt. Ebenfalls habe er Rederecht und könne bestimmen, worüber er im Bundestag rede. Fraktionen können einem schon einmal das Rederecht entziehen. Der sogenannte »Fraktionszwang« ist für Bülow einer der Dinge, die die Demokratie aushöhlen. Allerdings hüten sich alle davor, den Fraktionszwang als solchen zu benennen. Häufig ist von »Fraktionsdisziplin oder -solidarität« die Rede. Doch immer wieder gibt es Momente, in denen der »Zwang« offensichtlich wird. Doch die meisten Wählerinnen und Wähler kennen ihre Bundestagskandidatin oder ihren Kandidaten nur vom Wahlplakat. Gibt da der Fraktionszwang den Wählerinnen und Wählern nicht eine gewisse Sicherheit? Wen dem so wäre, so Bülow im Podcast, brauche man keine gewählten Abgeordneten mehr. Dann könne man auch Beamte in den Bundestag setzen, die nach Vorgabe der Fraktion oder Regierung abstimmen. Tatsächlich animiert der Bundestagsabgeordnete Marco Bülow im Podcast dazu, sich öfters an seine:n Abgeordnete:n zu wenden. Denn Abgeordnete wollen vor allen Dingen ihre Ruhe haben, um sich ungestörter mit Lobbyisten zu treffen. Unruhe im Wahlkreis könne sinnvoll sein. Obwohl sich Marco Bülow für mehr Demokratie und mehr Freiheit der Abgeordneten einsetzt, sieht er keine Gefahr für Applaus von der falschen Seite: »Es ändert sich auch nichts, wenn man am 26. September zuhause bleibt und sich abschottet von diesem Wahlsystem und von der Demokratie. Demokratie ist nicht nur eine Bringschuld vom Staat, sondern auch immer wieder eine Verantwortung von der Bevölkerung.« In seinem Buch »Lobbyland – Wie die Wirtschaft unsere Demokratie kauft« gibt Marco Bülow weitere Tipps, wie man sich mit demokratischen Mitteln für mehr Demokratie einsetzen kann. Hören Sie das ausführliche Gespräch mit Marco Bülow im Podcast des literaturcafe.de. Nutzen Sie den Player unten auf dieser Seite. Der Podcast des literaturcafe.de ist zudem auf allen Portalen wie Apple iTunes, Spotify oder Deezer zu hören und zu abonnieren. Marco Bülow; Martin Sonneborn (Vorwort): Lobbyland: Wie die Wirtschaft unsere Demokratie kauft. 2021. Das Neue Berlin.
    8/30/2021
    33:19
  • Hochgescheid und Toter Mann: Wie schreibt man über 101 Schwarzwaldgipfel?
    Im Schwarzwald gibt es die höchsten Berge Deutschlands außerhalb der Alpen. 102 Gipfel befinden sich oberhalb von 1.000 Metern. Der Feldberg ist sicherlich der bekannteste von ihnen. Wobei: Eigentlich besteht »der Feldberg« aus insgesamt drei Erhebungen, erzählt Birgit-Cathrin Duval. Für die Reihe »101 Highlights« des Verlags Oertel + Spörer hat sie den Reihentitel wörtlich genommen und insgesamt 101 Höhen im Südschwarzwald beschrieben. Ein reiner Wanderführer sollte es von Anfang an nicht werden. Wie kamen Berge wie »Hünersedel«, »Knöpflesbrunnen«(!) oder »Hochgescheid« zu ihren Namen? Welche gruselige Geschichte steckt hinter dem Namen »Toter Mann«? Die Autorin ist buchstäblich den Namen nachgegangen, bestieg die Höhen und stieg in die Archive hinab, um den Bergen auf den Grund zu gehen. Es ist klar, dass die einfachste oder naheliegende Wortbedeutung nicht unbedingt die richtige ist. In der Abenddämmerung sitzen Birgit-Cathrin Duval und Wolfgang Tischer im Südschwarzwald vor den Mikrofonen, und die Autorin berichtet im Podcast des literaturcafe.de von ihren Recherchen und welche 101 Gipfel es in ihr Buch geschafft haben. Interessant ist zudem die Frage, wie Birgit-Cathrin Duval das umfangreiche Recherche-Material bewältigt hat. Sehr bald reichte der Büroschreibtisch für die vielen Bücher und Karten nicht mehr aus. Neben den Texten und Infos stammen – bis auf wenige Ausnahmen -, alle Fotos im Buch ebenfalls von der Autorin. Langweilige Wegbeschreibungen gibt es in den »Gipfeltouren Südschwarzwald« nicht. Aber auch keine downloadbaren GPS-Routen. Birgit-Cathrin Duval rät zum Abenteuer. Warum nicht mal eine alte Wanderkarte nutzen? Warum nicht mal in einen unbekannten Weg abbiegen, obwohl es vielleicht nicht der direkteste Weg zum Gipfel ist? Wenn man Birgit-Cathrin Duval im Podcast erzählen hört, wird schnell klar: Sie kam beim Schreiben nie in die Verlegenheit, dass sich die Bergbeschreibungen wiederholen, denn jeder Gipfel ist einzigartig. Hören Sie das ausführliche Gespräch im Podcast des literaturcafe.de. Nutzen Sie den Player unten auf dieser Seite. Der Podcast des literaturcafe.de ist zudem auf allen Portalen wie Apple iTunes, Spotify oder Deezer zu hören und zu abonnieren. Duval; Birgit-Cathrin: Gipfeltouren Südschwarzwald | 101 Highlights entdecken und erleben. Taschenbuch. 2021. Oertel u. Spörer. ISBN/EAN: 9783965550728.
    8/13/2021
    46:35
  • Bachmannpreis 2021: Jury-Stimmen nach der Preisverleihung
    In dieser letzten Folge des Bachmannpreis-Podcasts 2021 blicken Andrea Diener auf Preise und Preiträger:innen. Vier Jurypreise und ein Publikumspreis sind vergeben. Juror Klaus Kastberger hat Nava Ebrahimi zum Wettbewerb eingeladen. Er hofft, die Preisträgerin heute noch in Graz persönlich zu treffen und ihr zu gratulieren. Bereits in seiner Laudatio betonte Kastberger, dass er sich freue, dass dieser nicht so ganz einfach zu lesende Text den Preis bekommen habe. »Wenn man diesen Text als realistischen Text liest, dann funktioniert er nicht«, sagt Kastberger im Podcast-Gespräch. Verlief die Jury-Diskussion in diesem Jahr ohne Publikum anders? Ja, sagt Kastberger. Aufgrund des komplett fehlenden Literaturbetriebs verbrachten die Jury-Mitglieder auch außerhalb des Studios mehr Zeit miteinander. »Ich habe den anderen zugehört wie noch nie«, sagt Kastberger. Und: »Das Sozialverhalten der Jury ist ein anderes«, wenn kein Publikum im Saal sei. »Showkämpfe« vor der Kamera seien normal. Insa Wilke, die vom Publikum zur beliebtesten Jurorin des Jahres 2021 gewählt wurde, war von der Diskussionsatmosphäre ebenfalls sehr angetan, und auch Kollegin Brigitte Schwens-Harrant erkennt zwar unterschiedliche literaturkritische Herangehensweisen der Juror:innen, aber das gehe »gut zusammen«. Neu-Jurorin Mara Delius geht ebenfalls bereichert nach Hause. Im Podcast erzählt sie, wie sie sich auf den Wettbewerb mit seinen Diskussionen vorbereitet hat und was sie für ihre zukünftige Arbeit als Literaturkritikerin aus Klagenfurt mitnimmt. In dieser Podcast-Folge sind noch zwei ganz andere Stimmen zu hören: der freie Fotograf Johannes Puch dokumentiert für den ORF die Tage der deutschsprachigen Literatur seit 20 Jahren. Seine Fotos werden von fast jeder Bildredaktion verwendet. Was war die fotografische Herausforderung in diesem Jahr mit seinen alles erfassenden Fernsehkameras? Eine wichtige Rolle beim Wettbewerb spielt auch der Klagenfurter Stadtjustitiar Andreas Sourij. Er überwacht am Eröffnungstag die Ziehung der Lesereihenfolge und am Sonntag die Abstimmungen für die vier Jury-Preise. Mit Moderator Christian Ankowitsch liefert er sich dabei immer wieder einen verbalen Schlagabtausch. Am Ende dieser Podcast-Folge gesteht der Herr Magister seine Liebe für eine ganz besondere Art von Büchern. Abonnieren Sie den Podcast des literaturcafe.de Abonnieren Sie den Podcast des literaturcafe.de auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Amazon Podcasts, Deezer und überall, wo es Podcasts gibt, um keine Folge aus Klagenfurt zu verpassen!
    6/20/2021
    1:00:39
  • Bachmannpreis 2021: Der 3. Lesetag unter Preisverdacht im Podcast
    Nach zwei Tagen und zehn Texten war gestern die Lage uneinheitlich. Necati Öziri und Anna Prizkau konnte man ein klein wenig als Favoriten ausmachen. Doch ein richtig starker Text mit Preisgarantie zeichnete sich noch nicht ab – auch nicht auf Basis der Jury-Diskussionen. Vier Texte verblieben noch für Tag 3, den Samstag. Und dann begann der Tag mit »Gewässer im Ziplock« von Dana Vowinckel, in diesem Jahr die jüngste Teilnehmerin beim Bachmannpreis. Es geht um drei Generationen einer jüdischen Familie. Der Vater arbeitet in einer Gemeinde in Berlin, die Tochter ist bei ihren Großeltern in den USA. Es geht in vielfältiger Weise um Entscheidungen, und die Erzählperspektive wechselt zwischen Vater und Tochter. Ein Text, der viele aktuelle Themen aufgreift, doch nicht von vorn herein eindeutig wertend oder wegen des Effekts. Vieles bleibt wohltuend offen, und die Autorin hat bestätigt, dass aus diesem Text ein Roman werden soll. »Gewässer im Ziplock« überzeugte auch durch die sprachliche Ausarbeitung, wenngleich an diesem Text noch Feinschliff notwendig ist, wie die Jury anmerkte, die sich ansonsten einhellig begeistert zeigte. Nach dem schwächsten Text dieses dritten Tages von Timon Karl Kaleyta las dann Nava Ebrahimi. Es gehört zu den Zufällen des Wettbewerbs, dass oftmals ähnliche oder vermeintlich ähnliche Settings aufeinandertreffen. Auch hier spielt der Text in den USA, auch hier geht es um Emigration und Familienbeziehungen. Der Text von Nava Ebrahimi überzeugte durch seine vielschichtige Lesart, zu der auch der mehrfache Bruch der Handlungsebene beiträgt. Am Ende dann Nadine Schneider mit der Schilderung eines vermeintlichen Dorfidylls, unter dem Abgründe lauern. Hier blieb die Jury jedoch im Urteil uneinheitlich. Ein zeitloser Text mit Blick in Abgründe oder gerade durch seine Zeitlosigkeit wenig zeitgemäß? Die Lesenden dieses 3. Tages im Überblick: Dana Vowinckel, eingeladen von Mara Delius Timon Karl Kaleyta, eingeladen von Michael Wiederstein Nava Ebrahimi, eingeladen von Klaus Kastberger Nadine Schneider, eingeladen von Brigitte Schwens-Harrant Alle Texte können auf der Website des ORF kostenlos heruntergeladen und nachgelesen werden. Andrea Diener und Wolfgang Tischer blicken im Bachmannpreis-Podcast auf die vier Texte des dritten und letzten Lesetages und überlegen, welche sieben von 14 Texten es morgen nach einer ersten noch nicht öffentlichen Punktevergabe auf die Shortlist schaffen werden. Nur diese verbleibenden sieben Autorinnen und Autoren haben dann noch eine Chance auf die vier Jurypreise, die am Sonntagmorgen um 11 Uhr in einer öffentlichen Abstimmung ermittelt werden, darunter der Hauptpreis, der von der Stadt Klagenfurt gestiftete Bachmannpreis, dotiert mit 25.000 Euro. Außerdem wird am Sonntag der Publikumspreis vergeben, über den die Zuschauer:innen auf der Website des Bewerbs abstimmen konnten. Abonnieren Sie den Podcast des literaturcafe.de Abonnieren Sie den Podcast des literaturcafe.de auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Amazon Podcasts, Deezer und überall, wo es Podcasts gibt, um keine Folge aus Klagenfurt zu verpassen!
    6/19/2021
    47:47
  • Bachmannpreis 2021: Mit Tingler und Tischer an Tag 2 auf der Terrasse
    Am Freitag, 18. Juni 2021, dem zweiten Lesetag beim Bachmannpreis in Klagenfurt, haben folgende Autorinnen und Autoren gelesen: Leander Steinkopf, eingeladen von Vea Kaiser Anna Prizkau, eingeladen von Philipp Tingler Verena Gotthardt, eingeladen von Mara Delius Lukas Maisel, eingeladen von Philipp Tingler Fritz Krenn, eingeladen von Klaus Kastberger Es waren durchaus Texte dabei, bei denen sich ein zweiter Blick und ein eigenes Nochmal-Lesen lohnen. Wie experimentell oder artifiziell ist ein Text mit wenig Verben? Wie originell kann man die Liebe in den Zeiten von Tinder schildern? Und wie gelangen scheinbar tollwütige Hunde in einen Text? Andrea Diener und Wolfgang Tischer können unmittelbar nach der Lesung nicht immer ein sicheres Urteil finden. Dafür herrscht bisweilen Irritation über den literarischen Zugang bei einem bestimmten Jury-Mitglied. Im ersten Teil dieser Podcast-Folge werden wieder die Texte und die Diskussionen darüber beleuchtet, wenngleich es bislang schwierig ist, klare Preisfavoriten auszumachen. Hängt alles am morgigen Samstag, an dem die letzten vier Text zu hören sein werden? Nach der Analyse und dem Blick auf den zweiten Lesetag hat sich Wolfgang Tischer mit Juror Philipp Tingler getroffen, um über sein Verständnis von Literatur und Literaturkritik zu sprechen. Nicht unerwähnt bleiben muss, dass Tingler ziemlich genau vor 20 Jahren beim Bachmannpreis auf der anderen Seite saß und als Autor einen Text präsentiert hat. Wie’s u. a. mit Juror Denis Scheck verlief, lässt sich im Website-Archiv des ORF nachlesen. Und wie verlief bei Philipp Tingler der Weg vom Ökonomen zum Autor zum Kritiker? Hören Sie es im Bachmannpreis-Podcast des literaturcafe.de. Morgen am Samstag gibt es erneut die inoffizielle Abstimmung zur beliebtesten Bachmann-Jurorin oder zum beliebtesten Bachmann-Juror. Die Abstimmung öffnet sich im literaturcafe.de unmittelbar nach der letzten Diskussion. Bis ca. um Mitternacht von Samstag auf Sonntag kann abgestimmt werden. Abonnieren Sie den Podcast des literaturcafe.de Abonnieren Sie den Podcast des literaturcafe.de auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Amazon Podcasts, Deezer und überall, wo es Podcasts gibt, um keine Folge aus Klagenfurt zu verpassen!
    6/18/2021
    1:36:01

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