Alte Schule

Karsten Arndt
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    Prof. Dr. Burkhard Göschel - ehem. Vorstandsmitglied der BMW AG Entwicklung und Einkauf (Teil 1)

    09/04/2026 | 1h 2 mins.
    Burkhard Göschel gehört zu den prägenden Technikern der deutschen Automobilindustrie. In Teil 1 unseres Gesprächs geht es zurück an den Anfang: in eine Zeit, in der Motorenentwicklung noch echte Pionierarbeit war – und Entscheidungen nicht im Meetingraum, sondern am Prüfstand und auf der Straße getroffen wurden.
    Göschel wächst in einer Ingenieursfamilie auf – sein Vater arbeitet bei Daimler-Benz an Einspritzsystemen und bringt ihm früh bei, wie sich Technik „richtig“ anfühlen muss. Dieses Verständnis prägt seine gesamte Karriere.
    Nach Stationen in Forschung und Entwicklung bei Mercedes folgt ein entscheidender Schritt: der Wechsel zu BMW – damals ein echter Kulturbruch.
    Dort wird er zu einem der zentralen Treiber für:
    den ersten leistungsstarken BMW-Diesel
    die Weiterentwicklung der Reihensechszylinder
    den Zwölfzylinder als Technologieträger
    und die zunehmende Elektronifizierung des Antriebs
    Dabei geht es nie nur um Technik – sondern immer auch um Überzeugungsarbeit im Unternehmen.

    Ausblick auf Teil 2
    Im zweiten Teil geht es um die großen strategischen Entscheidungen: USA, Z3, Produktionsaufbau – und vor allem ein Projekt, das intern massiv umstritten war und BMW bis heute prägt. Stichwort: X5. Außerdem reden wir über Prof. Göschels "Seitenwechsel" zu Magna Steyr.

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    Gerd Brauneiser – Vom Fliesenleger zum erfolgreichsten Escort-Tuner

    02/04/2026 | 1h 25 mins.
    Gerd Brauneiser ist einer, der nicht unbedingt den klassischen Weg gegangen ist – und vielleicht genau deshalb so erfolgreich wurde. Eigentlich Fliesenleger, hat er sich sein gesamtes technisches Wissen selbst angeeignet. Angefangen hat alles in den 60er-Jahren mit einer Kreidler, die er so lange bearbeitet hat, bis sie endlich 100 km/h lief. Der Startschuss für eine Karriere, die so nie für ihn vorgesehen war. Was folgt, ist eine der beeindruckendsten Underdog-Geschichten im deutschen Motorsport:
    Brauneiser baut Motoren nicht aus wirtschaftlichem Druck, sondern aus Ehrgeiz. Er experimentiert, testet, lernt – und entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem der gefragtesten Tuner im Escort-Motorsport.
    Gemeinsam mit Fahrern wie Jörg van Ommen oder Olaf Manthey entstehen Fahrzeuge, die die Konkurrenz dominieren. Drei Nordsee-Cup-Siege in Folge, zahlreiche Langstreckenerfolge und insgesamt 13 Gesamtsiege in nur fünf Jahren sprechen eine klare Sprache.
    Dabei arbeitet Brauneiser nie als klassischer Unternehmer. Für ihn ist alles Hobby – und genau das ist sein Vorteil, denn er baut Motoren, weil er gewinnen will. Nicht, weil er sie verkaufen muss.
    Im Gespräch erzählt er:
    wie er sich technisches Wissen komplett selbst erarbeitet hat
    warum Nockenwellen, Vergaser und Prüfstand seine Welt wurden
    weshalb viele seiner Lösungen gegen jede Lehrmeinung entstanden sind
    wie er mit begrenzten Mitteln gegen große Teams gewonnen hat
    und warum ihn der Erfolg fast süchtig gemacht hat
    Eine Geschichte über Motorsport in einer Zeit, in der Kreativität oft wichtiger war als Budget – und in der ein Einzelner mit genug Ehrgeiz ganz vorne mitspielen konnte.
    Achtung: Diese Folge hat stellenweise starken kölschen Einschlag. Wer nicht alles versteht: einfach laufen lassen. Es lohnt sich.
    Mehr über die Rheinlandgarage, die Firma von Gerd Brauneisers Sohn findet ihr hier: https://rheinlandgarage.eu/
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    Uwe Mahla vom Motorsport-Reporter zum BMW-Pressesprecher über F1, Krisen & Kommunikation

    26/03/2026 | 1h 18 mins.
    Vom Brief als Kind an Stirling Moss bis in den 18. Stock des BMW-Vierzylinders – die Karriere von Uwe Mahla ist alles andere als gewöhnlich.
    Er beginnt als motorsportbegeisterter Jugendlicher, fährt während des Jurastudiums selbst Rennen im NSU TT und Mini und entdeckt seine wahre Berufung als Reporter bei „rallye racing“ und ist plötzlich mittendrin in der goldenen Ära des Motorsports. Namen wie Stuck, Heyer oder Stommelen sind für ihn keine Legenden, sondern Freunde.
    Dann der Perspektivwechsel: Mahla geht zu BMW – und erlebt eine der spektakulärsten Phasen der Unternehmensgeschichte hautnah. Formel 1, Turbo-Ära, Nelson Piquet, Bernie Ecclestone – und ein Weltmeistertitel nach nur 630 Tagen.
    Doch der Job als Pressesprecher bedeutet mehr als Motorsport und Erfolg. Es geht um Kommunikation in kritischen Momenten: Vorstandskrisen, Medienandrang, internationale Schlagzeilen – und die Herausforderung, dann die richtigen Worte zu finden, wenn eigentlich noch gar nichts gesagt werden kann.
    Ein Gespräch über Nähe und Distanz, über Motorsport und Macht – und über einen Job, den er selbst am besten zusammenfasst: 50 % Schweigegeld, 50 % Schmerzensgeld.

    Themen dieser Folge
    Kindheit zwischen Leipzig, Niederhein und Marburg
    Stirling Moss, Zandvoort und der erste Kontakt zum Motorsport
    Eigene Rennen im NSU TT und Mini
    Einstieg in den Journalismus bei „rallye racing“
    Nähe zu Fahrern wie Stuck, Heyer und Stommelen
    Le Mans: Paul Newman und Jean Rondeau
    Zakspeed und die Arbeit im Rennteam
    Wechsel zu BMW und Einstieg in die Pressearbeit
    BMW in der Formel 1: Turbo-Ära und Weltmeistertitel 1983
    Zusammenarbeit mit Nelson Piquet, Paul Rosche und Bernie Ecclestone
    Medienarbeit im Motorsport: erste „Funklösungen“ zur Informationsweitergabe
    Wechsel in die Produkt- und Inlandspresse bei BMW
    Krisenkommunikation und Vorstandssitzung rund um Rover
    Der Mauerfall – ein persönlicher Moment mitten im Geschehen
    Öffentlichkeitsarbeit zwischen Strategie und Tagesgeschäft
    Bücher, Kolumnen und der Blick zurück auf eine außergewöhnliche Karriere

    Uwe Mahla ist Journalist, Autor und ehemaliger Pressesprecher von BMW.
    Nach seinen Anfängen im Motorsportjournalismus – unter anderem bei „rallye racing“ – wechselte er zu BMW und verantwortete dort unter anderem die Kommunikation rund um Motorsport, Formel 1 und später die Inlandspresse.
    Heute schreibt er Bücher und Kolumnen über Motorsport und die Menschen dahinter.
    Seine Kolumnen für Speedweek findet ihr hier: https://www.speedweek.com/p/uwe-mahla
    Das Buch "Geile Zeit" von Uwe Mahla könnt ihr hier kaufen (Affiliate-Link: ich bekomme eine kleine Provision, der Preis für euch bleibt gleich):
    Einfach eine geile Zeit: Deutsche Rennsport-Meisterschaft 1972 - 1985
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    Christoph Flittner über den unterhaltsamen Alltag eines Fahrlehrers

    19/03/2026 | 1h 39 mins.
    Die Fahrschule ist der Ort, an dem für uns alle alles angefangen hat – und gleichzeitig hat sich genau dieser Ort in den letzten Jahren radikal verändert.
    Moderne Fahrschulautos sind vollgepackt mit Assistenzsystemen, Automatik, Displays und Elektronik. Da stelle ich mir unweigerlich die Frage:
    Wie lernt man heute Autofahren? Die Antwort darauf hat mein heutiger Gast: Christoph Flittner hat aus dem Nichts eine Fahrschule aufgebaut, beschäftigt heute 15 Mitarbeiter und erreicht mit seinem Tik-Tok-Kanal „Herr Fahrschule“ hunderttausende Menschen. Und vor allem: Er sitzt jeden Tag dort, wo Autofahren wirklich beginnt – auf dem Beifahrersitz.
    Wir sprechen darüber:
    wie sich Fahrschüler in den letzten 20 Jahren verändert haben
    welche Rolle Assistenzsysteme heute in der Ausbildung spielen
    warum Autofahren heute komplexer ist als früher
    und warum Fahrschule eigentlich viel mehr ist als nur das Bestehen einer Prüfung
    Und natürlich geht es auch um die Geschichten, die nur ein Fahrlehrer erzählen kann: vom verschwundenen Motorradschüler, Helikoptereltern mit der Brotdose vor Überlandfahrten bis zu völlig eskalierenden Verkehrsteilnehmern – und allem dazwischen. Eine Folge über Technik, Verantwortung und den Moment, in dem aus Theorie plötzlich Realität wird.

    Mehr über Christoph Flittner findet ihr hier:
    TikTok: www.tiktok.com/@herrfahrschule
    Buch: https://amzn.to/4uCyxqu (Affiliate-Link: ich bekomme beim Kauf eine kleine Provision, der Preis bleibt für Dich gleich)
    Web: www.herrfahrschule.de
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    Martin Marx: vom Renningenieur zum HWA-CEO

    12/03/2026 | 1h 54 mins.
    Martin Marx kennt den Motorsport aus allen Perspektiven: als Schrauber, Renningenieur, Teammanager – und heute als CEO der HWA AG in Affalterbach.
    Seine Karriere begann ganz klassisch: im historischen Motorsport, mit Werkzeugkiste und öligen Händen. Über Studium und erste Jobs im Rennsport landete er Anfang der 2000er Jahre bei HWA, dem Einsatzteam von Mercedes in der DTM.
    Dort arbeitete er als Renningenieur mit Fahrern wie Bernd Schneider, Jamie Green oder Gary Paffett und erlebte die erfolgreichste Phase der modernen DTM aus nächster Nähe. Später folgten Stationen bei Persson Motorsport und Schnitzer Motorsport, bevor er wieder zu HWA zurückkehrte und zunehmend Führungsverantwortung übernahm.
    Als Mercedes 2018 seinen Ausstieg aus der DTM verkündete, stand HWA plötzlich vor einer völlig neuen Realität. Aus dem Werkseinsatzteam musste ein eigenständiges Technologieunternehmen werden. Martin Marx wurde zunächst Technikvorstand – und schließlich CEO.
    Heute verantwortet er nicht nur Motorsportprogramme, sondern auch Projekte wie den HWA EVO – eine moderne Neuinterpretation des legendären Mercedes-Benz 190E Evo.
    Wir sprechen über seine Anfänge im historischen Motorsport, über die großen DTM-Jahre mit Mercedes, über Persönlichkeiten wie Bernd Schneider oder Charlie Lamm – und darüber, wie sich ein Rennteam neu erfindet, wenn plötzlich das Werk im Rücken fehlt.
    Ein Gespräch über Technik, Teamgeist, Motorsportpolitik – und darüber, warum man auch als Vorstand die Zeit an der Boxenmauer manchmal vermisst.
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About Alte Schule

Alte Schule ist die Interviewreihe mit den prägenden Persönlichkeiten der Automobilgeschichte. Rennfahrer, Entwickler, Designer, Sammler und Tuner erzählen von ihren Karrieren, ihren Fahrzeugen und den Momenten, die eine ganze Ära definiert haben. Moderator Karsten Arndt spricht mit ihnen über technische Meilensteine, Motorsportgeschichte und persönliche Erinnerungen – aus erster Hand.Jeden Donnerstag eine neue Folge. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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