Es hat lange gebraucht, bis er seinen eigenen Stil gefunden hat, er hat
vieles probiert, er war in München beim Blauen Reiter um Kandinsky, er
fuhr nach Paris und lernte die Moderne um Picasso und Delaunay kennen,
doch erst nach seiner Tunisreise mit August Macke im Jahre 1914 wusste
Paul Klee, worin seine eigentliche Mission liegt: Die Welt in einen
Farbteppich zu verwandeln, mit dem die Betrachterinnen und Betrachter
auf alle Zeiten in eigene Traumwelten fliegen können. Auch als er nach
dem Krieg am Bauhaus in Weimar und Dessau war, blieb er der Geige
spielende Eremit, der mit dem Pinsel feine Töne anschlug und den Bildern
immer so warmherzige Titel gab, dass schon seine Zeitgenossen bei ihnen
einziehen wollten.
Klee holte aus den Farben das Äußerste an Leuchtkraft, Tiefe und
Atmosphäre heraus und hat Stimmungen von euphorischer Helligkeit und
Heiterkeit geschaffen, die uns bis heute zu trösten vermögen. Aber sein
Werk kennt auch all die anderen Emotionen – die Angst, die Zweifel, die
fiebrige Unruhe. Und auch für all das findet er Farben und Formen. Paul
Klees Farbteppiche und feinen Zeichnungen sind durchdrungen von milder
Süße und entspannter Ruhe. Über allem liegt eine große Melancholie, ein
Versprechen, was große Kunst zu leisten vermag. Florian Illies und
Giovanni di Lorenzo haben Paul Klee die neueste Folge ihres Podcasts
Augen zu gewidmet.
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