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Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

Ulrich Müller
Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller
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  • Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

    #347 Schluss mit Börsennews: Warum Dir ein System mehr bringt als Updates

    06/04/2026 | 19 mins.
    Über Informationsüberflutung, klare Systeme und mein neues Buch „Geld verdienen mit System"
    Warum brauchst Du nach diesem Podcast kein Börsenupdate mehr? Weil Dir keine Informationen fehlen, sondern ein System. Dazu gibt es spannende Neuigkeiten: Mein neues Buch Geld verdienen mit System erscheint im April – über 30 Jahre Erfahrung an der Börse, die finanzielle Freiheit mit der Aktienvermietungsstrategie und mein persönlicher Weg zu regelmäßigen Einnahmen und nachhaltigem Vermögensaufbau.
    Das erwartet Dich in dieser Folge:
    Informationsüberflutung – und warum Dir kein Wissen fehlt, sondern ein System

    32 Jahre Börse – und warum sich die Muster immer wiederholen

    Die falsche Frage und die richtige: Spekulieren vs. Investieren

    Rechnen statt Raten – kenne Deine Zahlen

    Die größten Fehler an der Börse – und warum Du einen Plan B brauchst

    Ruhe statt Stress – der emotionale Kern erfolgreicher Investoren

    Mein Buch, mein System und mein Fazit

    Informationsüberflutung – und warum Dir kein Wissen fehlt, sondern ein System
    Wir leben in einem Zeitalter der Digitalisierung – aber vor allem in einem Zeitalter der Informationen. Wir werden überflutet. Die Geschwindigkeit wird immer höher im Leben. Wir sehnen uns alle nach Entschleunigung, nach ein bisschen Ruhe, den Cortisol-Spiegel mal nach unten zu fahren – und nicht immer ständig das Handy zu haben, die WhatsApp, das Internet, die nächste Mail, das nächste Bim auf dem Rechner.
    Die Aufmerksamkeitsspanne von Menschen ist gigantisch kleiner geworden. Innerhalb von den ersten Sekunden muss es in einem Reel, einer Story oder einem YouTube-Video richtig knallen – weil man sonst gar nicht dran hängen bleibt. Warum? Weil wir schlicht und ergreifend komplett überfrachtet sind mit Informationen. Mit News, neuen Prognosen, weiteren Experten, dem nächsten Newsletter – in der Hoffnung, dass das Ganze am Ende besser wird.
    Es gibt eine ganz krasse Reizüberflutung. Wir wollen keine News mehr verpassen, keine Prognose, keine Earnings – und jede freie Sekunde wird genutzt für den Podcast, für WhatsApp, für die E-Mail. Aber Dein Problem ist gar nicht, dass Dir Informationen fehlen. Wir haben sogar eine Informationsüberflutung. Das Problem ist, dass Du einfach kein System hast.
    Nach über 32 Jahren Börse kann ich ganz klar sagen: Mehr Infos führen nicht zu mehr Erfolg. Dir fehlt kein Wissen – Dir fehlt eine Struktur, eine klare Strategie und am Ende ein Handelsplan.
    32 Jahre Börse – und warum sich die Muster immer wiederholen
    Ich habe über 30 Jahre Erfahrung an der Börse, mittlerweile bin ich im 32. Jahr unterwegs. Ich habe wirklich alles erlebt – sehr große Fehler gemacht, eine Menge Geld zwischendurch verloren, natürlich viel, viel, viel mehr Geld wieder zurückgewonnen. Im Jahre 1993 habe ich mit 16 Jahren angefangen – mit der ersten McDonald's-Aktie.
    Seitdem ist die Reise immer weitergelaufen: Der Neue Markt, die Telekom-Krise, der Neue Markt bricht zusammen, die Dotcom-Krise, der Enron-Bilanzskandal, die Lehman-Pleite – die Welt war zu Ende. Der Blitz-Crash, 2020 die Corona-Krise, 2022 die Tech-Krise, der Krieg Ukraine-Russland und jetzt wieder Trump zum zweiten Mal an der Macht.
    Geschichte passiert – und Geschichte wiederholt sich. Denn die Muster sind immer und immer wieder die gleichen. Am Ende entwickelt sich etwas Neues. Menschen kaufen Aktien, noch mehr Aktien, Aktien steigen, das Spiel macht Spaß, die Volumen wachsen, Freunde erzählen, dass sie auch investiert sind – und irgendwann ist der Hype vorbei und die ganze Welt bricht wieder zusammen. Im Tiefpunkt verkaufen die Menschen, weil sie gar nicht verstehen, was Risiko eigentlich ist.
    Risiko entsteht, wenn du nicht weißt, was du tust – hat schon Warren Buffett gesagt. Und die Erkenntnis ist wieder: Erfolg hat nichts mit Information zu tun, sondern mit einem klaren System.
    Die falsche Frage und die richtige: Spekulieren vs. Investieren
    Die Menschen stellen sich gerne die falschen Fragen. Eine typische Frage ist: Welche Aktie soll ich denn kaufen? Die viel bessere Frage ist: Was brauche ich eigentlich, um mein Ziel zu erreichen? Und da beginnt echtes Investieren.
    Das ist auch der Unterschied zwischen Spekulieren und Investieren. All diese Dinge werden auch in meinem neuen Buch "Geld verdienen mit System" ihren Platz finden: Die größten Fehler mit Geld, was im Leben eine Garantie ist, was Konsum ist und warum Vermögensaufbau ganz anders aussieht, dass gute Strategien vor allem eins sind – nämlich einfach. Was das große Problem mit dem Mindset ist, Krisenwissen, wer die beste Person ist, um sich um Dein Geld zu kümmern, und die Analyse Deines Ist-Standes.
    Viele Menschen an der Börse spekulieren. Spekulieren heißt, Aktien aufgrund eines Hypes, eines Tipps, einer Idee zu kaufen, aber gar nicht zu wissen, was man eigentlich tut. Investieren heißt für mich: Geld, Wissen und Zeit. Sein Geld investieren, ein gewisses Wissen aufnehmen und sich dann auch eine gewisse Zeit geben, damit das Geld wirklich wachsen kann.
    Die Masse der Menschen spekuliert, weil sie gar nicht weiß, was der Unterschied ist. Investieren heißt: Du kennst Dich mit der Materie aus, Du weißt, in welches Asset Du investierst, Du kennst Dein Risiko, Du weißt Deine Chancen – und am Ende kannst Du das Ganze wirklich managen.
    Rechnen statt Raten – kenne Deine Zahlen
    Der konkrete Mehrwert für Dich: Rechnen statt Raten. Ich sage auf den Seminaren immer: Leute, Ihr müsst Eure Zahlen kennen. Wann steige ich in eine Aktie ein? Wann steige ich wieder aus? Wann kaufe ich nach? Wann sichere ich mein Depot ab? Wie sieht die richtige Diversifizierung aus? Und wie kriege ich den Cashflow in den Optionen hin?
    Wenn Du Vermögen aufbauen willst: Was ist Dein konkretes up Ziel? Bis wann? In wie vielen Jahren? Welche Summe? Was kannst Du monatlich sparen? Welche Rendite erzielst Du? Und auch hier wieder der Unterschied: Zinsen sind für mich Strafgeld – Du gibst Dein Geld ab und bekommst einen gewissen Zins. Rendite heißt, Geld in Sachwerte zu investieren – in Aktien, Gold, Silber oder Immobilien.
    Auch im Buch gibt es die Blaupause des Investors mit den Entscheidungsregeln – ein echter Game Changer. Die zentrale Frage: Wann kaufe ich eine Aktie? Wann verkaufe ich? Wann mache ich gar nichts? Wann erhöhe ich die Cashquote, wann fahre ich sie runter, wann kaufe ich nach?
    Die Börse ist ein Ausbildungsberuf, den Du umsetzen kannst und mit dem Du eine Menge Geld verdienen kannst – wenn Du verstehst, was Du tust. Wenn Du diese Fragen nicht beantworten kannst, dann brauchst Du ein Update. Erst wenn Du etwas änderst, vielleicht Modeling of Excellence machst, von jemandem lernst, der es nachweislich kann, und dann ein System integrierst – dann wirst Du auch erfolgreich.
    Die größten Fehler an der Börse – und warum Du einen Plan B brauchst
    Was sind die größten Fehler an der Börse? 
    Erstens: Die Menschen haben keine Strategie. 
    Zweitens: Sie werden emotional. 
    Drittens: Die Timeline stimmt nicht.
    Dazu kommen zwei weitere große Punkte: Menschen reagieren auf Märkte – und das ist einer der größten Fehler. Erfolgreiche Anleger prognostizieren nicht – sie sind vorbereitet. Sie wissen, was zu tun ist, egal wie das Game ausgeht. Sie haben eine Lösung – und zwar schon vorher. Das ist mein sogenannter Plan B.
    Denn egal wie gut Du recherchierst – es kann immer passieren, dass die Aktie in die falsche Richtung geht. Und dann ist es wichtig, einen Plan B zu haben: Vielleicht Optionen weiterrollen, vielleicht die Aktie mit Verlust verkaufen, aber den nächsten Einstieg wieder planen. Denn dann bist Du strategisch unterwegs – und dann tauschst Du Glück in Strategie.
    Ruhe statt Stress – der emotionale Kern erfolgreicher Investoren
    Der emotionale Kern – Ich nenne ihn im Buch Ruhe statt Stress. In den letzten Wochen der Webinare haben viele Feedbacks gezeigt: "Ulli, weißt du, was eins deiner größten Assets ist? Diese Ruhe, diese Ausgeglichenheit und dieses keine Emotionen zuzulassen."
    Nicht das Ziel, die maximale Rendite zu machen, weil Du dann vielleicht gierig wirst. Und nicht das Ziel, ganz wenig Rendite zu machen, weil Du die Sicherheit zu hoch gewichtest. Sondern sich ganz klar bewusst zu machen: Wer bin ich, was ist Risiko, und welche Rendite will ich am Ende erzielen?
    Es geht darum, gewisse Ziele zu setzen, damit eine Klarheit zu haben. Aus dieser Klarheit die Kontrolle über sein Depot zu haben – und das dann mit Ruhe und emotionslos umzusetzen. Ich habe mehr als 33.000 Stunden an der Börse verbracht. Ich bin die Ruhe in Person – und genau das darfst Du lernen: diese Ruhe, diese Bodenständigkeit und entspannt zu bleiben.
    Wenn Du emotionslos aus der Ruhe, der Klarheit und der Kontrolle heraus entscheidest, wirst Du nicht in der nächsten Sekunde Deine Entscheidung wieder anzweifeln. Das Ziel muss sein: Klarheit schaffen mit einer logischen Strategie, daraus den Handelsplan entwickeln, die Kontrolle behalten – und ganz in Ruhe Deine Entscheidung treffen.
    Mein Buch, mein System und mein Fazit
    Das Buch Geld verdienen mit System ist die Essenz aus rund 30 Jahren, die ich mit Dir teilen möchte. Natürlich wird auch die Formel ESI – Einkommen, Sparen, Investieren nochmal in Gänze erklärt. Es geht nicht um das neue Trading-System, es ist kein Hype – es ist ein System. Der systematische Ansatz ist das Allerwichtigste.
    Stell Dir mal vor, Du bräuchtest in Zukunft deutlich weniger Informationen und nur zwei bis drei Stunden pro Woche an Zeit, um dieses System umzusetzen und damit eine gute Rendite zu erzielen.
    Was ist eine gute Rendite? An der Börse loslegen ist wie einen Beruf zu lernen. 
    Stufe 1: Keine Fehler mehr machen und kein Geld verlieren. 
    Stufe 2: Die Rendite des Marktes machen – 8 bis 9 Prozent pro Jahr. 
    Stufe 3 – nach anderthalb, zwei Jahren: Den Markt deutlich schlagen. Und am Ende ist mein System: Value-Investor mit Tradingansatz.
    Wenn Du ein System hast, brauchst Du keine Börsenupdates mehr – weil Du Dein eigenes System entwickelt hast. Wer Börse richtig versteht, der wird verstehen, dass die Börse vielleicht die allergrößte Chance auf der finanziellen Seite im Leben ist. Denn wenn Du verstehst, dass Geld der beste Arbeitnehmer ist, der 24/7 für Dich arbeitet, niemals krank wird und keinen Urlaub braucht – dann wirst Du verstehen, dass Du mit Geld mehr Geld generieren kannst.
    Auch die Politik hat es mittlerweile verstanden und will die Aktienrente nach vorne bringen, weil das Umlageverfahren gescheitert ist. Es wird Zeit, sich um dieses Thema zu kümmern – denn Geld ist eine der wichtigsten Kräfte in der Welt.
    👉 Mehr Informationen zu meinem Buch „Geld verdienen mit System" findest Du hier: 
    >> buch.ulrichmueller.de
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    Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite:
    ulrichmueller.de
    Finanzieller Erfolg ist kein Zufall – sondern das Ergebnis einer klaren Strategie.
    Weißt Du, ob Deine aktuelle Finanzstrategie wirklich zu Dir passt?

    Wenn Du wissen willst, wie Du Aktien so nutzt, dass sie Dir regelmäßige Prämien liefern statt nur auf Kursgewinne zu hoffen, dann starte hier:
    ► Die Aktien-Vermietungsstrategie: https://strategie.ulrichmueller.de/

    Wenn Du zusätzlich wissen willst, ob Deine aktuelle Finanzstrategie wirklich zu Dir passt:
    ► Kostenfreies Investoren-Quiz: https://quiz.ulrichmueller.de
    Und wenn Du endlich verstehen willst, warum klassische Finanzberatung nicht mehr ausreicht und welche Denkfehler die meisten machen, dann komm zu unserem 2-Tages-Event. Dort lernst Du, was Dir kein Bankberater verrät.

    ► Online Finance Mastery: https://mastery.ulrichmueller.de
    Weitere Impulse für Dein Wachstum:
    Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram 
    Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook 
    LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin 
    YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube 
    Marker:
    (00:00:00) Über den Tellerrand schauen
    (00:04:13) Geschichte passiert, Geschichte wiederholt sich
    (00:12:26) Die Kunst, einen Plan B zu haben
  • Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

    #346 Die Blaupause des Investors: So wirst Du an der Börse zum Profi

    30/03/2026 | 19 mins.
    Warum die fehlende Strategie der größte Fehler ist – und wie Du mit der richtigen Blaupause wirklich Vermögen aufbaust
    Die Blaupause des Investors an der Börse – ich habe vor ein paar Wochen Live-Trading das erste Mal gemacht und im Webinar gezeigt, wie das ganze Spiel funktioniert, welche Fehler man zwingend unterlassen muss, wie man das Ganze umsetzen darf, dass man ein erfolgreicher Investor wird, und vor allem, wie man wie ein Profi arbeitet. Denn nichts im Leben erfolgt dem Zufall – Du hast etwas dafür getan, dass es Dir zufällt, und alles im Leben folgt einer Strategie. Warum die fehlende Strategie schon der erste große Fehler ist – darum geht es.
    Das erwartet Dich in dieser Folge:
    Vier Fragen, die Du Dir stellen musst – und warum die Börse eigentlich einfach ist

    Sicherheit, Inflation, Freiheit – warum Du Dein Geld selbst in die Hand nehmen musst

    Vom Spekulant zum Investor – und warum Disziplin den Unterschied macht

    Die Blaupause: Fundamentalanalyse, Indikatoren und Charttechnik

    Die passende Strategie: Kursgewinne, Dividende und die Aktienvermietung

    Absicherung und Emotionen – warum Du in der Mitte stehst

    ESI trifft Blaupause – mein Fazit

    Vier Fragen, die Du Dir stellen musst – und warum die Börse eigentlich einfach ist
    Ich stelle in meinen Seminaren, Webinaren und Interviews immer wieder vier Fragen an die Teilnehmer:
    Erstens: Wann steigst Du in eine Aktie ein? 
    Zweitens: Wann steigst Du wieder aus? 
    Drittens: Wie hoch ist Deine Cashquote und wann veränderst Du sie? 
    Viertens: Du hast eine Aktie gekauft, sie fällt – wann kaufst Du nach, mit wie viel und warum?
    Die Börse ist grundsätzlich total einfach, wenn man Börse versteht als das, was es ist. Langfristig werden die Kurse steigen – weil die Menschheit immer mehr wird, wir auf 12 Milliarden Menschen wachsen, der technologische Fortschritt greift und die Demografie dazu beiträgt, dass wir älter werden, länger Konsum nutzen und damit die Werte antreiben.
    Warren Buffett hat mal gesagt: Risiko entsteht, wenn du nicht weißt, was du tust. Die Frage ist: Weißt Du wirklich ganz genau, was Du tust?
    Ich gebe Dir die einfachste und beste Börsenregel: Unten kaufen und oben verkaufen. Die Frage ist nur – wann ist unten und wann ist oben?
    Sicherheit, Inflation, Freiheit – warum Du Dein Geld selber in die Hand nehmen musst
    Alles im Leben folgt einer Strategie. Wenn Du einen Schokoladenpudding kochst, der nicht schmeckt, und nächstes Mal den gleichen Pudding nach dem gleichen Rezept wieder kochst – dann schmeckt er wieder nicht. Du kannst ihn auch noch ein drittes, viertes oder fünftes Mal kochen – er wird immer wieder nicht schmecken.
    Warum solltest Du Dein Geld überhaupt selbst in die Hand nehmen? Darauf gibt es Antworten, an denen Du nicht mehr vorbeigucken kannst: 
    Erstens die Sicherheit – die wird immer schwieriger. 
    Zweitens die Inflation – die an Deinem Geld, an Deinem Gehalt und an anderen Dingen knabbert. 
    Drittens die Freiheit – wir leben nur einmal, das Leben ist live, es ist keine Generalprobe. 
    Und viertens: Wenn Du ein Vermögen aufbauen oder überhaupt mit Deiner Familie in Sicherheit leben willst, kommst Du nicht darum herum, Dich endlich darum zu kümmern.
    Das Sparbuch hat ausgedient. Der Bausparvertrag reicht im Leben nicht mehr. Die Lebensversicherung wird seit Jahren in der Luft zerrissen und hat viel zu große Kosten. Wo willst Du heute Dein Geld noch anlegen?
    Menschen sagen: Ulli, ich habe einen guten ETF auf den S&P 500, damit mache ich 8 oder 9 Prozent. Aber damit baust Du kein Vermögen auf. Selbst bei 9 Prozent Rendite: 25 Prozent Kapitalertragssteuer – damit gehen 2,25 Prozent weg, bleiben noch 6,75 Prozent. Dazu Kosten von 0,75 Prozent – bleiben rund 6 Prozent. Und jetzt greift noch die Inflation mit circa 3 Prozent. Effektiv netto bleiben 3 Prozent – das ist die Realverzinsung.
    Wenn Du das tust, was alle tun, wirst Du auch das erreichen, was alle haben. Und das ist nichts.
    Vom Spekulanten zum Investor – und warum Disziplin den Unterschied macht
    Ich habe 17 Jahre in der Investmentberatung gearbeitet, habe damals viele Aktienfonds verkauft und den Menschen gesagt, damit werden sie reich. Die Wahrheit ist: Viele von diesen Menschen sind nicht vermögend geworden. Wenn Du aber wirklich frei werden willst, ein nennenswertes Vermögen aufbauen oder richtig wohlhabend werden willst – dann wirst Du mit diesen Asset-Klassen nicht vermögend. Die einzige Chance ist, Dein Geld selbst in die Hand zu nehmen.
    Und jetzt ist es wichtig, vom Spekulanten zum Investor zu werden. Was ist der Unterschied? Ein Spekulant hat vielleicht ein bisschen Ahnung, geht dann aber mit Vollgas, ohne Strategie, mit ganz viel Gier-frisst-Hirn in eine Aktie und hat die Hoffnung, dass das Ding durch die Decke fliegt. Die Wahrheit ist: Die Aktie wird Dich nicht reich machen – das ist die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen.
    Unser Gehirn ist gar nicht dafür gemacht, langfristig große Erfolge zu erzielen. Ich möchte auf die Harvard-Studie mit den Bonbons verweisen: Kinder, die es geschafft haben, den Bonbon ein oder zwei Tage beiseite zu legen, sind viel erfolgreicher geworden als die, die ihn sofort gegessen haben. Warum? Weil diese Kinder eine gewisse Disziplin und Strategie hatten. Wenn die Strategie mit der Disziplin zusammenkommt, dann wird aus Spekulation Investition.
    Und wenn Du investieren willst, dann gehört das Wissen dazu, Geld – und eine gewisse Zeit. Du wirst Gras nicht schneller wachsen lassen, wenn Du daran ziehst. Ich bin mit Leib und Seele Value-Investor mit Trading-Ansatz. Und das ist genau die Blaupause, über die wir sprechen.
    Die Blaupause: Fundamentalanalyse, Indikatoren und Charttechnik
    Der zentrale Punkt in der Mitte bist und bleibst Du. Das, was Du gestern gedacht hast, bist Du heute. Und das, was Du heute denkst, wirst Du morgen werden. Die, die daran glauben, dass sie erfolgreich werden – die werden es auch auf einmal. Die, die zweifeln, machen es auch nicht.
    Als Investor gibt es drei Stufen: 
    Stufe 1: Kein Geld mehr verlieren und eine kleine Rendite erzielen. 
    Stufe 2: Die gleiche Rendite wie der Markt – irgendwo 8, 9, 10 Prozent im Jahr. 
    Stufe 3: Deine persönliche Wunschrendite – und das können 15, 20, manchmal auch 25 Prozent pro Jahr sein.
    Der erste Quadrant der Blaupause ist die Fundamentalanalyse. Ich weiß, Menschen finden das langweilig. Genauso wie beim Thema Budgetieren – viele sagen: Auf Budgetieren habe ich gar keinen Bock. Aber wenn Du das nicht mal tust, um zu verstehen, wo Dein Geld eigentlich wirklich hingeht, wirst Du das Ergebnis nicht kennen. Du weißt nur, dass am Ende des Monats kein Geld mehr da ist.
    Und das Gleiche gilt für die Fundamentalanalyse. Du musst den Unterschied zwischen Wert und Preis verstehen – die Werte in A-, B- und C-Werte clustern und vor allem wissen: Was ist der faire Wert des Unternehmens, und welchen Preis soll ich gerade dafür bezahlen? Genauso wie bei einer Immobilie – Du schaust die Lage an, die Bauqualität, den Vermietungsstand, die Zinsen, den Leverage-Effekt – und am Ende ziehst Du einen Strich und sagst: Das passt oder das passt nicht.
    Wann ist eine Aktie überhaupt eine gute Aktie? Zu wissen, ob eine Aktie gut ist, ist langfristig extrem wertvoll. Die Frage auf der kurzfristigen Seite ist aber: Ist es sinnvoll, an diesem Punkt einzusteigen?
    Punkt 2: Die Indikatoren. Rund 10 Jahre habe ich gebraucht, um diese Indikatoren aufzubauen, zu perfektionieren und zu verbessern – mit einer Trefferquote bei 80 Prozent. Die Indikatoren zeigen an, ob eine Aktie steigt oder fällt.
    Punkt 3: Die Charttechnik. Mit Unterstützungs- und Widerstandslinien zeigt die Charttechnik Dir, wann der richtige Moment ist, um wieder auszusteigen. Vereinfacht: Die Indikatoren zeigen an, ob eine Aktie steigt oder fällt – und die Linien zeigen an, wie weit sie steigt oder fällt.
    Die passende Strategie: Kursgewinne, Dividende und die Aktienvermietung
    Der vierte Punkt der Blaupause ist die passende Strategie. Rendite setzt sich aus verschiedenen Facetten zusammen: Kursgewinne bei guten Aktien – 8, 9, 10, 11 Prozent im Jahr. Dazu kommt die Dividende – 2 Prozent im Schnitt ist ganz gut gerechnet.
    Und hier lösen wir jetzt ein Ammenmärchen auf: Die Dividendenrente ist eine ganz große Lüge. Denn die reicht bei den meisten Menschen gar nicht aus. Bei 2 Prozent Dividende und einer Million kommen 20.000 Euro raus – die werden auch noch Vollgas versteuert. Wenn Du 45.000, 50.000, 60.000 Euro Rente haben willst, brauchst Du mehr als 3 Millionen Euro, um mit der Dividendenrente wirklich in Rente zu gehen. Die Masse der Investoren kommt niemals auf 2, 3, 4 Millionen.
    Vielleicht brauchst Du aber auch gar nicht so viel, wenn das System gut funktioniert. Denn neben den Kursgewinnen und der Dividende kommt noch die Aktienvermietungsstrategie dazu. Genauso habe ich sie genannt, weil ich aus dem Bereich der Immobilien komme. Und wenn jemand eine Wohnung vermietet, bekommt man dafür Geld – das Gleiche kannst Du auch auf Aktien tun.
    Du kannst das in zwei Richtungen tun: Auf der Käuferseite kannst Du Angebote in den Markt stellen zu einem günstigeren Preis – und wirst dafür noch bezahlt. Auf der Verkaufsseite kannst Du Aktien abgeben zu einem teureren Preis und überlegen, wie hoch Du den Preis nimmst und bis wann das Angebot gelten soll.
    Der Gewinn setzt sich also zusammen aus den Kursgewinnen, der Dividende – gerne thesaurierend, also wieder angelegt – und den Optionsprämien durch die Aktienvermietungsstrategie.
    Absicherung und Emotionen – warum Du in der Mitte stehst
    Mindestens genauso wichtig ist die Absicherung. Der Profi spielt das Spiel, um kein Geld zu verlieren – während der Anfänger sich Vollgas auf die Gewinne konzentriert. Und das ist ein gigantisch großer Unterschied.
    Neben der Blaupause – Fundamentalanalyse, Charttechnik, Indikatoren und die passende Strategie – fehlst noch Du. Du stehst in der Mitte von diesem ganzen Spiel, denn Du bist die entscheidende Person, die dieses Spiel umsetzt. Der Computer ist doof, der kann nur 0 und 1. Du drückst auf den Knopf.
    Mein System ist total einfach – aber nicht immer leicht umzusetzen. Manchmal lachen die Leute und sagen: Ist doch Quatsch, ich sehe doch wo unten ist und wo oben. Aber sie verstehen nicht, was ich damit meine. Denn wenn die rationale Seite von den Emotionen übernommen wird – weil der Markt runtergeht, weil die Marktmeinung schlecht ist, weil der Crash vor der Tür steht oder die News auf Dich reinprasseln – dann überlegst Du plötzlich: Vielleicht muss ich doch verkaufen. Und dann übernimmt die Emotion die rationale Seite – und dann verlierst Du Dein Geld.
    Trenne Dich von den Emotionen – oder die Emotionen trennen Dich von Deinem Geld.
    ESI trifft Blaupause – mein Fazit
    Auf der einen Seite steht ESI – Einkommen, Sparen und Investieren. Auf der anderen Seite die Blaupause als Investor – mit Fundamentalanalyse, Charttechnik, Indikatoren und der richtigen Strategie.
    Erst wenn Du beides miteinander verknüpfst, hast Du wirklich eine Blaupause des Investors. Über die Einkommens- und Sparseite hast Du einen großen Hebel, weil Du eine Menge Einkommen generierst und damit Geld sparst. Auf der Investitionsseite hast Du eine Blaupause, mit der Du wirklich langfristig erfolgreich Geld verdienst.
    Wenn Du eine Seite weglässt, wird das Ganze zusammenfallen. Wenn Du sie beide miteinander kombinierst, dann wird aus 1 plus 1 sogar 3. Nimm die Ideen von ESI und der Blaupause zusammen – und mach es für Dich zu einem Meisterwerk. Viel Spaß und viel Erfolg dabei!
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    Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite:
    ulrichmueller.de
     
    Finanzieller Erfolg ist kein Zufall – sondern das Ergebnis einer klaren Strategie.
    Weißt Du, ob Deine aktuelle Finanzstrategie wirklich zu Dir passt?

    Wenn Du wissen willst, wie Du Aktien so nutzt, dass sie Dir regelmäßige Prämien liefern statt nur auf Kursgewinne zu hoffen, dann starte hier:
    ► Die Aktien-Vermietungsstrategie: https://strategie.ulrichmueller.de/

    Wenn Du zusätzlich wissen willst, ob Deine aktuelle Finanzstrategie wirklich zu Dir passt:
    ► Kostenfreies Investoren-Quiz: https://quiz.ulrichmueller.de
    Und wenn Du endlich verstehen willst, warum klassische Finanzberatung nicht mehr ausreicht, und welche Denkfehler die meisten machen, dann komm zu unserem 2-Tages-Event. Dort lernst Du, was Dir kein Bankberater verrät.

    ► Online Finance Mastery: https://mastery.ulrichmueller.de
    Weitere Impulse für Dein Wachstum:
    Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram 
    Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook 
    LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin 
    YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube 
     
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    (00:00:00) Aktien verstehen
    (00:07:21) Das Problem der Langfristigkeit
    (00:13:36) Die Kunst der richtigen Rendite
  • Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

    #345 Strategie schlägt Glück – oder zockst Du noch an der Börse?

    23/03/2026 | 19 mins.
    Warum eine klare Strategie an der Börse Glück immer schlagen wird – und wie Du den Unterschied für Dich nutzt
    Strategie schlägt Glück – oder zockst Du noch an der Börse? In den nächsten 20 Minuten geht es darum, was die Strategie ist, warum Glück nicht immer klappt, warum uns das manchmal emotional macht, und warum so viele Menschen an der Börse kein Geld verdienen. Ich nehme Dich mit auf die Reise der letzten mittlerweile 32 Jahre – mit Feedbacks von Teilnehmern, den wichtigsten Erkenntnissen und der Frage: Bist Du noch an der Börse unterwegs? Hast Du schon eine Strategie? Zockst Du noch oder investierst Du schon richtig? Und generierst Du schon einen Cashflow aus Deinen Aktien?
    Das erwartet Dich in dieser Folge:
    Die drei großen Fehler an der Börse: Strategie, Emotionen und Timeline

    Warum die Masse kein Geld verdient – und ETFs nicht reichen

    Einkommen, Sparen, Investieren – ohne Strategie wird es nichts

    Dein Depot, der richtige Einstieg und die Frage nach Wert und Preis

    Wenn die Aktie fällt: nachkaufen, verkaufen und absichern

    Fehler sind gekaufte Erfahrungen – und warum Strategie immer Glück schlägt

    Dein Anspruch an Dich selbst – und mein Fazit

    Die drei großen Fehler an der Börse: Strategie, Emotionen und Timeline
    Ich habe mittlerweile mehr als 30.000 Menschen für die Börse fit gemacht und kann heute ganz klar sagen: Es gibt so die 4, 5, 6, 7 größten Themen, die Menschen haben, um an der Börse wirklich Geld zu verdienen.
    Fehler Nummer 1: Die fehlende Strategie! Der Masse der Menschen ist gar nicht bewusst, dass man an der Börse wirklich Geld verdienen kann, dass es dort nicht um Glück geht, dass es nicht nur um Kursgewinne geht – sondern dass Du wirklich strategisch vorgehen kannst. Die Börse ist wirklich ein Ausbildungsberuf – wenn Du verstehst, wie das Spiel wirklich funktioniert.
    Fehler Nummer 2: Die Emotionen! Viele tausende Feedbacks zeigen: Die Menschen sagen, Emotionen ist doch gar kein Problem, mir kann das gar nicht passieren. Aber ich bringe Dir zwei Beispiele mit. Das Thema Liebe: Wenn Du verliebt bist, bist Du emotional, nervös, Deine Hand wird feucht – und Du machst komische Dinge, bei denen Du Dich im Nachgang fragst: Warum habe ich das eigentlich gemacht? Das Thema Streiten: Wenn man im Streit ist, hat man hohe Emotionen, sagt etwas, tut etwas, was man im Nachgang bereut. Und das Gleiche gilt an der Börse. Wenn Du die Emotionen hast und damit an der Börse unterwegs bist, dann wirst Du damit auf jeden Fall massiv Geld verlieren.
    Fehler Nummer 3: Die Timeline! Wie auch Gras nicht schneller wächst, wenn Du daran ziehst – genau dieses Thema gilt auch an der Börse. Es geht nicht um die neue Schnell-Reich-Methode, um morgen 
    24 % im Jahr zu machen oder am besten 6 % im Monat. Natürlich reden wir über Renditen von 2 oder 
    3 % pro Monat, aber es geht darum, eben strategisch und emotionslos vorzugehen und dann mit der richtigen Strategie über den richtigen Zeithorizont auch wirklich ein Vermögen aufzubauen.
    Das ist mittlerweile nachweislich bekannt – mit über zweieinhalbtausend Fünf-Sterne-Referenzen. Und ja, es sind auch zwei, drei, fünf, sieben dabei, wo das nicht so ist. Aber: Du musst noch einmal mehr aufstehen, als Du hinfällst. Dieser Motivationsspruch ist so einfach – aber wenn es soweit ist: Ziehst Du dann wirklich durch? Gibst Du wirklich Gas? Gehst Du weiter?
    Warum die Masse kein Geld verdient – und ETFs nicht reichen
    Erst wenn der Schmerz so richtig groß ist, lernen wir eine ganze Menge. Nicht aufzugeben, weiter zu feilen und Gas zu geben. Es gibt eine Menge Menschen an der Börse, die sehr viel Geld verdient haben – aber es gibt noch viel, viel mehr Menschen, die an der Börse ihr Geld verlieren. Wir haben in Deutschland mittlerweile rund 14 bis 15 Millionen Aktionäre. Und wenn man sich die Renditen mal anschaut, stellt man fest: Die Masse verdient damit eben kein großes Geld.
    Nehmen wir das Beispiel der ETFs – und damit kann man schon sagen, Du hast ja eine gewisse Strategie. Aber ich sage ganz klar: Die ETFs sind letztendlich etwas für Anfänger. Ein ETF auf den DAX oder auf den S&P 500 macht irgendwo zwischen 8 und 9 Prozent. Jetzt dürfen wir aber noch die Kosten abziehen – beim ETF günstig ein halbes Prozent, bei einem Fonds vielleicht auch ein, anderthalb Prozent. Jetzt landest Du bei 8 Prozent, nach Kosten vielleicht nur noch bei 6,5 Prozent.
    Jetzt hast Du diese Rendite gemacht, Du musst die 8 Prozent an Gewinn auch versteuern. 25 Prozent Kapitalertragssteuer – wieder sind 2 Prozent weg. Jetzt bist Du vielleicht noch bei 4,5 Prozent. Und jetzt kommt noch die Inflation mit circa 2 bis 3 Prozent. Am Ende bleiben noch 1,5 bis 2 Prozent Netto-Rendite nach Kosten über. Und damit wirst Du nie, nie, niemals reich werden.
    Deswegen sage ich Dir: Strategie schlägt Glück. Ein ETF, ein Fonds heißt, dass Du Deine Verantwortung abgibst und das Geld nicht selber in die Hand nimmst. Wenn Du aber selber loslegst, dann hast Du eine Strategie.
    Einkommen, Sparen, Investieren – ohne Strategie wird es nichts
    Menschen denken über die Altersvorsorge nach. Sie haben eine gewisse Rentenlücke, und dann legen sie los und stellen fest, sie müssen eine gewisse Summe sparen. Aber nur das Sparen reicht eben nicht. Denn wenn Du das Geld in diesen ETF anlegst, dann hast Du zwar eine gewisse Strategie – aber das ist die Strategie, die alle haben. Und wenn Du das tust, was alle tun, dann wirst Du am Ende auch das bekommen, was alle bekommen. Und das ist für die meisten so gut wie nichts.
    Das eine ist das Einkommen, das andere ist das Sparen und das dritte ist das Investieren. Aber wenn Du das Ganze dann nicht mit einer Strategie koppelst, dann wirst Du in diesem Bereich nicht erfolgreich werden. Ich gebe Dir ein paar Dinge mit an die Hand, die Du sofort umsetzen darfst, und mit denen Du Deine Strategien an der Börse ein Stück weit verbessern kannst.
    Dein Depot, der richtige Einstieg und die Frage nach Wert und Preis
    Wenn wir uns die Depot-Seite anschauen, dann dürfen wir bei dem Thema Strategie ein paar Sachen festhalten. Zum Ersten geht es darum, ein gutes Depot zu haben – eine vernünftige Depotbank mit günstigen Kosten, mit fairer Preisstellung, also guten Kursen, und ein großes Haus, damit die Sicherheit hoch ist.
    Wenn Du jetzt loslegen willst, ist die Frage: Wie fängst Du strategisch überhaupt an? Du brauchst klare Systeme. Wann steigst Du in eine Aktie ein? Das sind die Feedbacks, die ich von Teilnehmern gehört hab. Manchmal sagen Menschen: Ulli, die Börse ist total geil, ich habe voll Bock auf Aktien, wenn ich Aktien kaufe, bin ich doch Mitunternehmer – aber irgendwie habe ich noch keinen Erfolg.
    Und genau das ist die Frage: der Unterschied zwischen Wert und Preis. Eine gute Aktie zu kaufen – da bleibt immer noch die Frage, wann kaufe ich diese gute Aktie? Ist sie gerade unten oder oben? Ist der Preis gerade interessant? Ist der Wert des Unternehmens weiter gewachsen? Er wächst genau dann, wenn ein Unternehmen mehr Umsatz macht, mehr Gewinne macht, wenn es die Schulden reduziert und vor allem, wenn es Wachstum hat. An der Börse wird die Zukunft bezahlt.
    Hast Du ein vernünftiges Auswahlkriterium, um die fundamentale Seite eines Unternehmens wirklich bewerten zu können? Kaufst Du die Aktie sofort? Nur eine Hälfte? Zu einem Drittel Deines Geldes? Wie sieht es mit der Diversifizierung aus? Welche Branchen sind gerade interessant?
    Vor gut einem Jahr habe ich den Bereich Healthcare empfohlen. Aktien wie eine Johnson & Johnson oder eine Medtronic haben im letzten Jahr zwischen 50, 70 und 100 Prozent Rendite erzielt. Vor kurzem habe ich Rohstoffe empfohlen. Ein Teilnehmer war auf dem letzten Event und sagte: Ulli, du hast letztes Jahr Barrick Gold empfohlen – und da habe ich Aktien gekauft und über 30.000 Euro Gewinn gemacht durch diesen Tipp aus dem Podcast. Natürlich niemals eine Kaufempfehlung – aber trotzdem ein großer Vorteil.
    Wenn die Aktie fällt: nachkaufen, verkaufen und absichern
    Wenn Du in eine Aktie einsteigst – egal wie gut Du recherchiert hast – kann es passieren, dass die Aktie trotzdem noch ein Stück fällt. Der Wert war cool, der Preis günstig, die Indikatoren sahen gut aus, die Charttechnik hat unterstützt – aber trotzdem ist die Aktie weiter gefallen. Vielleicht gab es schlechte Unternehmenszahlen, vielleicht einen exogenen Schock. Wie gehst Du damit um? Strategisch oder Glück?
    Wann kaufst Du dann eigentlich nach? Mit wie viel Geld und warum? Willst Du große Gewinne machen oder willst Du vielleicht erstmal den Preis reduzieren, damit Du mindestens mal plus minus null aus der Aktie wieder rauskommst?
    Und jetzt bist Du in der Aktie drin, sie läuft, sie steigt, Du machst Gewinne. Aber jetzt kommt die nächste Frage: Wann verkaufe ich eigentlich wieder? Verkaufe ich einen Teil? Verkaufe ich das investierte Geld und lasse den Gewinn laufen? Vielleicht alles? Oder gar nichts – und halte ganz lange? Dann kommt der Markt wieder runter und Du fragst Dich: Warum hätte ich nicht schon vorher verkauft?
    Hoffnung ist keine Strategie. Die Märkte, sie fallen immer weiter. Wann investierst Du Deine Cash-Reserve nach? Gibt es klare Fakten, klare Zahlen, eine Routine, in der Du entscheidest: Jetzt steige ich ein und erhöhe meine Position?
    Ein Feedback, das ich immer wieder höre: Ulli, ich war immer an der Börse unterwegs, aber eine Strategie zur Absicherung – die hatte ich gar nicht. Ich habe gar nicht abgesichert, weil ich doch der langfristige Investor bin. Aber kurzfristig kommen sie wieder – die Schmerzen, weil der Kurs runtergeht und Du bist Vollgas mit dabei. Wie viele Gedanken hast Du Dir in Deiner Strategie schon gemacht zum Thema Absicherung oder sogar Versicherung?
    Fehler sind gekaufte Erfahrungen – und warum Strategie immer Glück schlägt
    Der, der Glück hat, geht ins Casino, setzt auf die richtige Zahl beim Roulette und gewinnt einmal. Er kommt aber auch noch vier oder fünf Mal wieder ins Casino – und jedes Mal hat er das Glück nicht mehr. Am Ende ist das Geld weg und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr als das, was er gewonnen hat.
    Der Stratege legt los und verdient Geld an der Börse. Klappt das immer? Natürlich nein. Machst Du Fehler? Auf jeden Fall. Aber wenn Du Fehler machst, ist das für mich, dass Du eine Erfahrung gekauft hast. Dann geht es daran, mit Selbstreflexion die Strategie wieder ein bisschen zu verfeinern, ein bisschen zu verbessern – und dann am Ende des Tages das Ganze wieder etwas besser zu machen.
    Es geht darum, gewisse Fehlschläge strategisch anzugehen, sie zu analysieren, zu gucken, was ist schiefgelaufen – und dann die Fehlerquelle zu reduzieren, damit Du die Gewinn-Trades erhöhst. Ist das Glück? Auf gar keinen Fall. Es ist wieder ein strategisches Vorgehen – und dementsprechend wird hinten raus einfach massiv Geld verdient.
    Dein Anspruch an Dich selbst – und mein Fazit
    Ich nehme den Bereich des Sports als Vergleich. Du siehst jeden Morgen die Person im Spiegel, die dafür verantwortlich ist, ob Dein Vermögen wächst oder ob Du vielleicht zu dick oder zu dünn bist. Viele erfolgreiche Menschen, die ich kenne, sind einfach gesund. Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper.
    Und die Frage ist nicht nur Strategie schlägt Glück – sondern: Was ist Dein Anspruch an Dich in Deinem Leben? Du kannst etwas zu dick sein, etwas wenig Geld haben und Dir sagen: Hey, das ist doch in Ordnung, den anderen geht es noch schlechter. Aber wenn Du Strategie vor Glück stellst, dann sagst Du Dir: Was ist mein Anspruch an mein Vermögen? An Geld verdienen? An meine Figur? An der Börse Geld zu verdienen?
    Und wenn Du dann strategisch vorgehst und das Glück ein bisschen dazubekommst – dann entsteht wirklich Erfolg an der Börse.
    Auch beim Thema Optionen – dem Zaubermittel der Welt – ist die Frage: Nutzt Du Optionen zum Zocken, weil Du darauf setzt, dass sie in die Richtung laufen? Oder nutzt Du Optionen als Stillhalter und sagst: Hey, ich weiß, wie das Spiel funktioniert. Ich nehme einen extra Cashflow ein, auch wenn er nur ein paar Prozent im Monat oder im Jahr ist – aber in der Zeit hinten raus wird da massiv viel mehr draus.
    Alles im Leben folgt einer Strategie. Und wenn dann durch eine gewisse harte Arbeit noch ein bisschen Glück dazukommt – dann wirst Du erfolgreich. Die Strategie wird immer das Glück schlagen. Und wenn beides zusammenkommt, dann wirst Du ja richtig erfolgreich. Viel Glück, viel Erfolg – und bis bald!
    ---
    Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite:
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    Finanzieller Erfolg ist kein Zufall – sondern das Ergebnis einer klaren Strategie.
    Weißt Du, ob Deine aktuelle Finanzstrategie wirklich zu Dir passt?

    Wenn Du wissen willst, wie Du Aktien so nutzt, dass sie Dir regelmäßige Prämien liefern statt nur auf Kursgewinne zu hoffen, dann starte hier:
    ► Die Aktien-Vermietungsstrategie: https://strategie.ulrichmueller.de/

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    Und wenn Du endlich verstehen willst, warum klassische Finanzberatung nicht mehr ausreicht und welche Denkfehler die meisten machen, dann komm zu unserem 2-Tages-Event. Dort lernst Du, was Dir kein Bankberater verrät.

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    (00:15:16) Strategie schlägt Glück
  • Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

    #344 Börseninvestment: Erst kommen die Schmerzen, und dann kommt das Geld

    16/03/2026 | 19 mins.
    Warum Sparen nicht Investieren ist – und wie Du den Schmerz an der Börse in Vermögen verwandelst
    Börseninvestment – erst kommen die Schmerzen und dann kommt das Geld. Was hat es damit auf sich? Ich glaube, das Börseninvestment-Thema ist mega, mega spannend. Aber wir haben einfach komplett falsche Glaubenssätze, ein falsches Mindset und vielleicht auch schlechte Erfahrungen zur Börse. André Kostolany hat mal gesagt: Wenn man die Aktie hat, dann kommen erst die Schmerzen, und dann kommt das Geld. Welche Möglichkeiten es gibt, an der Börse vielleicht auch ohne Schmerzen die ersten Schritte zu machen und damit seine Fähigkeiten auszubauen – darum geht es heute.
    Das erwartet Dich in dieser Folge:
    Sparen ist nicht Investieren – und warum Deutschland das Land der dümmsten Investoren ist

    Meine Oma und die Wurzeln unserer Angst vor der Börse

    Warum ETFs allein nicht reichen – und was Dich wirklich zurückhält

    Anfangen ist der Schlüssel: Vom ersten Schritt zum Hobby als Beruf

    Erst kommen die Schmerzen: Warum Wachstum wehtut

    Das 100.000-Euro-Depot, Fehler und was ich daraus lerne

    Nach den Schmerzen kommt das Geld – mein Fazit

    Sparen ist nicht Investieren – und warum Deutschland das Land der dümmsten Investoren ist
    Vielleicht ein bisschen provokativ der Text, aber er ist ein Stück weit auch so gemeint. Letztendlich musst Du in Deinem Leben entscheiden: Sagst Du, hey, ich habe ein Sparbuch, einen Bausparer, eine Lebensversicherung – damit kann ich mein Geld anlegen? Für mich legst Du Dein Geld dort nicht an – Du sparst nur Geld und Du gibst Deine Verantwortung ab. Denn am Ende unterschreibst Du einen Vertrag, schickst das Geld dorthin und bekommst in irgendeiner Form Zinsen zurück. Das hat für mich nichts mit Investieren zu tun.
    Wenn wir die Statistik anschauen, dann können wir sagen: Deutschland ist das Land der größten Sparer, aber gleichzeitig das Land der dümmsten Investoren. Was meine ich damit? Die Masse der Deutschen legt das Geld gar nicht wirklich an – sie sparen nur. Wenn Du meine Formel E-S-I kennst: Einkommen, Sparen und Investieren. Ich unterscheide ganz bewusst zwischen Sparen und Investieren. Das ist allein beim Wording schon sehr wichtig.
    Ich persönlich würde sogar in drei Facetten unterteilen. Das eine ist das Sparen – Geld behalten. Das zweite ist das Parken – Geld wegpacken, um Zinsen zu bekommen. Ich nenne Zinsen ja auch gerne Strafgeld. Tagesgeldkonto, Bausparen, Lebensversicherung – man gibt sein Geld ab und bekommt einen gewissen Zins. Da wir quasi keine Zinsen mehr haben, macht dieses Spiel aber keinen Sinn mehr. Und die dritte Facette ist das Investieren – also Gold, Kryptos in kleinen Teilen, Aktien oder Immobilien.
    Meine Oma und die Wurzeln unserer Angst vor der Börse
    Warum investiert der Deutsche nicht? Ich glaube zum einen, dass wir einen fachlichen Wissensmangel haben. Aber ich glaube noch viel schlimmer, dass das in unserer Vergangenheit vergraben ist.
    Wenn ich zurückblicke und meine Oma anschaue – 1930 geboren, leider mittlerweile seit acht Jahren verstorben, immerhin fast 88 Jahre alt geworden – dann kann ich festhalten: Sie ist geboren worden, der Erste Weltkrieg war gerade durch. Der Zweite Weltkrieg fing an, als sie noch Kind und Jugendliche war. Sie hat diesen Krieg mit voller Macht miterlebt. Als Kind auf der Straße, bis die Kanonen donnerten. Wo die Sirenen heulten und Luftangriffe geflogen wurden.
    Meine Oma hatte nur ein einziges Ziel im Leben: Sicherheit. Sie hat bis in ihr fast 88. Lebensjahr eigentlich immer nur in Sparbücher investiert. Mit ihrem Mann ein Haus gebaut, das mit der Zeit abgezahlt. Eine kleine Lebensversicherung gehabt – und das war es. Der ganz große Teil des Geldes wurde auf die Bank gelegt, aufs Sparbuch. Weil meine Oma mal so schön gesagt hat: Das ist sicher – da steht ja Bank. Bank steht für Vertrauen. Und wenn ich mein Geld wieder abhebe, kann ich da hingehen und kriege mein Geld zurück.
    War meine Oma doof? War die nicht gut genug gebildet? Ich glaube nicht. Aber sie hat in ihrer Kindheit krasse Dinge erlebt – und deswegen das Thema Investieren gar nicht erkannt, gar nicht verstanden.
    Warum ETFs allein nicht reichen – und was Dich wirklich zurückhält
    Fairerweise muss man sagen, die Zeiten haben sich verändert – aus zwei Aspekten. Erstens die Inflation, die war zwischendurch schon ganz hoch, dann wieder ganz tief. Und zweitens hat sich die ganze Seite der FED, der EZB, der Zinsen und der Schulden auf der Welt deutlich verändert. Durch die riesengroßen Schuldenberge sind die Zinsen fast gezwungenermaßen im unteren Bereich – und deswegen haben diese ganzen Produkte eben nicht mehr die Möglichkeit, damit wirklich ein Vermögen aufzubauen.
    Wenn Du das tust, was alle tun, wirst Du auch das erreichen, was alle bekommen – und das ist am Ende nichts.
    Auch wenn wir über ETFs sprechen: Ein ETF auf den DAX oder S&P wird langfristig im Mittel irgendwo um die 8 % machen. 8 % klingt erstmal cool. Aber ich sage Dir die Wahrheit: 8 % helfen Dir nicht wirklich. Wenn Du in einem Fonds 8 % machst und 1–2 % Kosten hast, dann die Inflation abrechnest und die Kapitalertragssteuer mit 25 % – dann bleiben vielleicht gerade noch 2–3–4 % reale Nettoverzinsung übrig. Und da können wir uns einig sein: Damit werden wir kein Vermögen aufbauen.
    Meine Oma ist natürlich niemals vermögend geworden. Sie hat am Ende ein bisschen Geld vererbt, das sie sich ganz, ganz krass vom Munde abgespart hat. Aber ein Vermögensaufbau war gar nicht möglich.
    Was hält uns also zurück? Uns fehlt das Fachwissen – und deshalb glauben wir, dass ein gewisses Risiko entsteht. Aber Risiko entsteht immer nur dann, wenn Du nicht weißt, was Du tust. Wir sind sehr beschäftigt, deswegen haben wir vermeintlich keine Zeit. Aber es liegt nicht an der Zeit – es liegt einzig und allein an der Priorität. Und dann ist da noch das Geld. Viele glauben, sie bräuchten ganz viel, um endlich loszulegen.
    Anfangen ist der Schlüssel: Vom ersten Schritt zum Hobby als Beruf
    In unserer Akademie, in der wir mittlerweile über 35.000 Menschen geschult haben, können wir festhalten: Viele fangen mit 5.000, 10.000, 15.000 Euro an. Aber – und das ist entscheidend – sie fangen an. Egal im Leben, welche Fähigkeit Du lernen willst, welchen Job, welches Studium, welchen Berg Du besteigst – Du fängst mit dem ersten Schritt an.
    Heute kennen wir Menschen, die können toll Tennis spielen, super Ski fahren. Warum? Ganz einfach: Weil sie irgendwann losgelegt haben und vielleicht ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Vor ein paar Tagen hat ein sehr guter Freund zu mir gesagt: "Ulli, gigantisch, was du im Leben erreicht hast. Und das Geilste ist, dass du tatsächlich dein Hobby zum Beruf gemacht hast – und in diesem Moment dein Vermögen nochmal massiv gestiegen ist."
    Wenn Du an der Börse erfolgreich werden willst, bedarf es Schritt Nummer 1: Du darfst anfangen. Und Schritt Nummer 2: Du darfst auch Spaß an dem Thema haben. Vielleicht hast Du auch schon oft darüber nachgedacht, ob Du an der Börse anfängst. Aber am Ende ist auch eine Entscheidung, die Du aufschiebst, eine Entscheidung.
    Wir kommen aus diesem Bereich der Sicherheit. Diese Sicherheit hat meine Oma an meine Mutter weitergegeben, meine Mutter ein Stück weit an mich. Und genau das ist das Thema: Die Menschen fangen nicht an zu investieren, weil sie genau das tun, was eben alle tun.
    Erst kommen die Schmerzen: Warum Wachstum wehtut
    Warum kommen denn jetzt die Schmerzen und dann das Geld? Es geht darum, dass Du loslegst. Dass Du eine Struktur entwickelst, eine Strategie, einen Handelsplan – und dass Du daran glaubst, dass Du wirklich an der Börse Vermögen aufbauen kannst. Das, was Du gestern gedacht hast, bist Du heute geworden. Und das, was Du heute denkst, wirst Du morgen sein.
    Frag Dich mal ehrlich: Warst Du schon mal an der Börse und hast Geld verloren? Hast viel Zeit investiert, aber gar nicht viel gewonnen? Hast gute Gewinne gemacht, aber nicht rechtzeitig verkauft – und dann war der Gewinn wieder weg? Ist Dein Satz immer noch „Hoffnung ist eine Strategie"? Ich sage Dir: Hoffnung ist keine Strategie. Es geht darum, sehr bewusste Entscheidungen zu treffen – und die vor allem emotionslos.
    Wie viel Geld willst Du einsetzen? Welches Geld willst Du investieren? Wie lang ist Deine Timeline? Immer wieder erlebe ich Menschen, die auf mein Seminar kommen und sagen: Ulli, ich will in zwei Jahren reich sein. Wie muss ich das anstellen? Und ich muss die Menschen dann leider enttäuschen. Natürlich, wenn Du heute schon eine Million hast, können wir daraus zwei machen. Aber wenn Du heute noch nicht viel Geld hast, wirst Du nicht in ein, zwei oder drei Jahren vermögend sein.
    Vielleicht ist der Schmerz auch der Schmerz der Zeit. Wie auch Gras nicht schneller wächst, wenn wir dran ziehen, so ist es genauso an der Börse. Der Zinseszinseffekt fängt am Anfang ganz, ganz langsam an – aber mit der Zeit wird er immer größer und größer, und hinten raus wächst Dein Konto dann wirklich gigantisch schnell.
    Wie ein guter Freund vor ein paar Tagen zu mir sagte: "Wenn man erstmal ein bisschen Geld hat, dann kann man sich doch nicht dagegen wehren, dass das immer mehr wird." Vielleicht kennst Du auch den Spruch: Die erste Million ist die schwierigste. Mein Papa hat irgendwann gesagt: "Ulli, weißt du was, die erste Million habe ich nicht geschafft – ich fange mit der zweiten an."
    Dieser Schmerz – der Wachstumsschmerz – Dinge neu zu machen, ist wie im Fitnessstudio. Wir trainieren unsere Muskeln und versuchen, durch den Schmerz, vielleicht auch den Muskelkater, die Muskeln wachsen zu lassen. Kleine Fasern gehen kaputt, werden vom Körper überreguliert, der Muskel bekommt mehr Dicke, mehr Dichte – und Du hast mehr Kraft.
    Ganz wichtig dabei: Du brauchst auch Pausen. Das verbinde ich auch gerne mit dem Depot. Nicht jeden Monat machst Du Deine 2–3 %. Es wird auch einen Monat geben, da machst Du mal 2 % Minus, weil der Markt nach unten fällt. Und es wird einen Monat geben, da machst Du plötzlich 9 % Plus, weil die Märkte gut laufen und ein paar Optionen aufgegangen sind. Am Ende geht es darum, wo bist Du am Ende des Jahres, nach 3 Jahren, nach 5 Jahren, nach 10 Jahren.
    Erst kommen die Schmerzen bezogen auf die Zeit. Erst kommen die Schmerzen auf die vielleicht noch nicht perfekt vorhandene Strategie. Auf die Frage, welche Aktie nehme ich eigentlich? Und warum kommen Schmerzen, wenn die Earnings anders laufen, als Du Dir das vorgestellt hast?
    Wir haben zwei Motivationskanäle: Freude und Schmerz. Leider steht die Freude auf Platz zwei – der Großteil der Entscheidungen wird erst getroffen, wenn der Schmerz richtig groß ist. Wie beim Arzt: Du bekommst den ersten Herzinfarkt, und plötzlich sagt der Dir, Du brauchst mehr Wasser, mehr Sport, gesündere Ernährung und weniger Stress. Wussten wir das vorher nicht auch schon? Doch – aber erst als der Schmerz da war, änderten wir Dinge wirklich ab.
    Das 100.000-Euro-Depot, Fehler und was ich daraus lerne
    Du kannst, egal wie gut Du eine Aktie recherchiert hast, immer in die Situation kommen, dass sie gerade fällt. Nehmen wir das Beispiel jetzt gerade, wo plötzlich Iran, Irak, Amerika – alles irgendwie im Kriegsgeschehen passiert. Der Nahe Osten ist gerade ein Pulverfass, und die Märkte sind in den letzten ein, zwei Wochen erstmal ein ganzes Stück runtergekommen. Da kannst Du am Ende gar nichts für – das ist ein exogener Schock. Und da kommen vielleicht ein paar Schmerzen.
    Wichtig ist, dass man Dinge daraus lernt. Hättest Du den Einstieg nicht auf einmal gemacht, sondern in zwei oder drei Tranchen? Hättest Du noch Geld beiseite gelassen? Und überhaupt: Wie ist Dein Ansatz? Bist Du eher der Trader oder eher der langfristige Investor, der sagt: Ist mir doch egal, wenn die Aktie fällt – in drei, fünf, zehn Jahren wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich höher stehen.
    Viele schauen auf den Depotstand – das ist wichtig, das ist cool. Aber manchmal springt ein Depot auch zurück, geht um 3, 5, 10 % nach hinten. Dann kann man sagen: Jetzt kommen die Schmerzen, weil ich Geld verliere. Oder man sagt: Das Depot nimmt Anlauf und springt beim nächsten Mal wieder ein ganzes Stück weiter.
    Keiner von uns macht einen Fehler mit Absicht. Vor dem Fehler liegt Deine Entscheidung – und die treffen wir aus unseren Erfahrungen, Emotionen und unserem Wissen. Jetzt passiert es, dass eine Aktie deutlich fällt und Du Geld verlierst. Man kann sagen: Ich habe Schmerzen und verliere Geld. Oder man sagt: Ich habe mir mit diesem Geld eine Erfahrung gekauft. Das ist für mich ein riesengroßer Unterschied. Denn: Es ist legitim, einen Fehler zu machen – dumm, ihn zu wiederholen.
    Auch ich mache jeden Tag genug Fehler – im Unternehmen, im privaten Leben, im Sport, auch an der Börse. An der Börse mittlerweile sehr wenige, weil ich eine Menge gelernt und viele Erfahrungen gesammelt habe. Aber läuft alles perfekt? Natürlich nicht.
    Wir haben vor ein paar Monaten das 100.000-Euro-Depot aufgesetzt, jetzt mittlerweile seit rund zwei Monaten im Rennen. Wir stehen dort im Moment bei über rund 1 % im Plus. Der DAX hat 5 % verloren, die Nasdaq um die 3 %, der Dow Jones auch circa 3 %. Wir sind also deutlich besser als der Markt. Aber natürlich habe ich auch Aktien erwischt, die nicht perfekt gelaufen sind – eine Novo Nordisk, die ein Stück weiter gefallen ist, eine PayPal mit schlechteren Earnings. Und schwuppdiwupp waren 3.000, 4.000 Euro weg.
    Das sind kurzfristig Schmerzen – für mich tatsächlich nicht, aber für einige Teilnehmer, die das nachtraden, schon. Ich bin da gar nicht böse drum, denn ich habe nicht das Ziel, morgen damit reich zu sein. Sondern dass dieses Depot genauso getradet wird, wie ich meine eigenen Gelder auch trade. Dieses Depot steht für "learning by doing" – damit Du Deine Schmerzen mit Deinem Geld deutlich reduzierst.
    Bin ich im Moment glücklich mit dem, wo wir stehen? Jein. Im Verhältnis zum Markt sicherlich gut gelaufen, aber im Verhältnis zu meinem Anspruch von 1,5 bis 2 % pro Monat ist es natürlich noch nicht perfekt. Andersrum habe ich andere Aktien im Depot, wo ich weiß: Die haben ein gigantisches Aufwärtspotenzial. Und ich sage auch immer gerne: Nach ein bis zwei Jahren kann man sich mal anschauen, was daraus geworden ist. Das ist das, was ich meinte – auch mit der Timeline.
    Nach den Schmerzen kommt das Geld – mein Fazit
    Manchmal kommen vielleicht sogar zuerst die Schmerzen – wie in meinem Fall, ein Stück weit auch. Und das Geld kommt dann eben später. Wenn Du den Schmerz aber verstehst, wenn Du Dich selbst reflektierst und aus diesem Fehler lernst, dann wird nach den Schmerzen auch das Geld kommen.
    Dafür wünsche ich Dir ganz viel Glück auf Deiner Reise – ob an der Börse, beim Investieren, im privaten Leben oder im Unternehmertum. Die Schmerzen kommen immer im Leben. Und eins kann ich auch sagen: Wenn Du nicht mehr wächst, dann stirbst Du. Insofern wird es diesen Punkt immer geben – es geht immer weiter.
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    Finanzieller Erfolg ist kein Zufall – sondern das Ergebnis einer klaren Strategie.
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    Wenn Du wissen willst, wie Du Aktien so nutzt, dass sie Dir regelmäßige Prämien liefern statt nur auf Kursgewinne zu hoffen, dann starte hier:
    ► Die Aktien-Vermietungsstrategie: https://strategie.ulrichmueller.de/

    Wenn Du zusätzlich wissen willst, ob Deine aktuelle Finanzstrategie wirklich zu Dir passt:
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    Und wenn Du endlich verstehen willst, warum klassische Finanzberatung nicht mehr ausreicht und welche Denkfehler die meisten machen, dann komm zu unserem 2-Tages-Event. Dort lernst Du, was Dir kein Bankberater verrät.

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    (00:00:00) Warum es Schmerz vor Geld braucht
    (00:04:35) Wie alte Traumata unsere Finanzen beeinflussen
    (00:09:32) Hoffnung ist keine Strategie
    (00:15:42) Fehler = gekaufte Erfahrung
  • Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

    #343 Rücksetzer als Chance: Rotation, Ölpreis, Tech – mein Ausblick für März 2026

    09/03/2026 | 19 mins.
    Marktupdate: Wo geht es im März hin?
    In dieser Folge schauen wir, was der Februar an der Börse gemacht hat und wo der März hinlaufen kann. Natürlich ist es ein spannendes Thema, was im Nahen Osten los ist – der Krieg zwischen Iran und den USA und was da alles noch dazugehört. Auch China ist voll im Spiel, denn der Ölpreis wird nach oben gehen, was China drückt. Trump will gerade mit den Chinesen diskutieren und philosophieren – die Chinesen dürften geschwächt sein und vielleicht auch in Richtung Frieden drängen. Das wird alles sehr, sehr spannend. Aber am Ende des Tages heißt es immer: Politische Börsen haben kurze Beine. Wenn Unternehmen ihre Umsätze und Gewinne steigern, werden Aktien auch langfristig steigen. Welche Aktien jetzt gerade spannend sind und ein bisschen Nachholpotenzial haben – darum geht es heute.
    Das erwartet Dich in dieser Folge:
    Selbstreflexion: Was macht die Börse mit Dir?

    Die Februar-Performance der Indizes im Überblick

    Gold, Silber und Bitcoin: Extreme Bewegungen

    Geopolitik, Ölpreis, Inflation und die Zinsfrage

    Bayer und der Ausblick auf die nächsten Monate

    Aktien-Watchlist: Tech-Rücksetzer und Old Economy im Check

    Zwei Regeln für unruhige Märkte und mein Fazit für den März

    Selbstreflexion: Was macht die Börse mit Dir?
    Wer die letzten Tage und Wochen an der Börse gesehen hat, dem ist aufgefallen: Das Ende des Februars ist ein bisschen unruhig geworden. Und bevor wir in die Zahlen gehen, möchte ich Dir etwas mitgeben, das für mich genauso wichtig ist wie jeder Indexstand.
    Die Selbstreflexion ist eines der wichtigsten Worte an der Börse – natürlich neben der richtigen Timeline und der richtigen Strategie. Gerade diese Emotion, die Angst, die Gier ist ein sehr großes Thema. Also: Was haben vielleicht die letzten Wochen mit Dir gemacht? Hast Du in großer Angst auf Dein Depot gestarrt und gesagt, um Gottes Willen, die Welt bricht zusammen? Hast Du gar nicht groß reingeguckt und gesagt, ach, das wird doch sowieso wieder alles gut? Hier kann man ganz, ganz viel über sich, über sein Mindset, über das Geld und auch die Beziehung zu Geld lernen.
    Und jetzt sage ich etwas, das vielleicht ein bisschen verrückt klingt: Eigentlich ist Krieg gar keine Krise. Natürlich für die betroffenen Menschen und die gesamte Situation – schon. Aber in der Regel ist es so, dass nach dem Krieg die Kurse steigen, und zwar noch viel weiter als vorher.
    Wir können festhalten: Wir sind im Krieg. Ein Staat wie Dubai wird erwischt – nicht direkt im Krieg, aber durch Drohnen, durch Raketen, die vom Himmel fallen. Ein Fünf-Sterne-Hotel auf der Palme in Flammen. Vielleicht denkt der ein oder andere jetzt nochmal darüber nach, ob Dubai ein Investment ist – oder ob die Sicherheit in Deutschland vielleicht doch ganz gut ist. Ich wage da keine These, kein finales Urteil. Aber ich glaube, dass bei dieser ganzen Situation ein paar Verschiebungen passieren können. Ob es immer die richtige Wahl ist, Dubai oder Zypern nur für Steuern zu wählen – auch auf Zypern haben sie die Raketen donnern gehört.
    Die Februar-Performance der Indizes im Überblick
    Schauen wir wie immer zurück, was der Februar gemacht hat. Hier die Entwicklung der großen Indizes vom Ende Januar bis Ende Februar:
    Dow Jones: 48.890 → 48.997 Punkte (+0,2 %) – hat sich fast gar nicht verändert

    Nasdaq 100: 25.552 → 24.960 Punkte (−2,5 %), gleichgewichtet nur −0,1 %

    S&P 500: 6.939 → 6.878 Punkte (−1,0 %), gleichgewichtet: +3,4 % – ein Unterschied von 4,5 Prozentpunkten

    Russell 2000: 2.613 → 2.632 Punkte (+0,8 %) – kein gigantisches Plus, aber immerhin

    MSCI World: 4.527 → 4.556 Punkte (+0,6 %)

    DAX: 24.538 → 25.284 Punkte (+3,0 %) – the winner ist in diesem Fall Deutschland

    Rohöl (Crude): 65 → 67 USD (+~3 %) – das war noch vor den Kriegsthemen; danach nochmal deutlich angesprungen

    EUR/USD: 1,19 → 1,18 (fast unverändert; zwischendurch auf 1,14 gefallen – Dollar-Schwäche)

    Was diese Zahlen zeigen: Es passiert gerade eine gewisse Rotation der Branchen und Sektoren. Der Dow Jones gewinnt leicht, die Nasdaq verliert fast 2,5 %. Gewisse Tech-Werte wurden ein Stück weit abgestraft, auch die Big Seven sind zurückgekommen. Die Old Economy hat im Februar aufgedreht.
    Wer meinen Podcast verfolgt, weiß: Die Tech-Werte sind bei mir schon seit langer, langer Zeit ein bisschen aus dem Depot rausgeflogen. Das hat dazu geführt, dass sich meine Depots in den letzten Wochen sehr gut bewegt haben – in Teilen sogar ein ganzes Stück nach oben, weil eben gerade der Tech-Bereich ein Stück weit verkauft wurde.
    Beim S&P 500 ist die Aussage noch deutlicher: minus 1 % im Standard-Index, aber gleichgewichtet wären statt 1 % Minus sogar 3,5 % Plus drin gewesen. Das hängt damit zusammen, dass die Big Seven so groß gewichtet sind, dass allein Microsoft eine ganze Menge abgegeben hat. Der breitere Markt erholt sich gerade – da gibt es das ein oder andere Kaufsignal, da gibt es Möglichkeiten, sozusagen aus dem Dornröschenschlaf wieder aufzuwachen.
    Gold, Silber und Bitcoin: Extreme Bewegungen
    Gold und Silber sind die letzten Monate sehr kernig unterwegs – und das bleibt so:
    Gold: 4.894 → 5.278 USD (+~8 %) – geht mal wieder in Richtung All-Time-High

    Silber: 85 → 93,79 USD (+~10 %), in der Spitze aber auch schon bei 125 USD

    Bitcoin: 78.200 → ~66.700 USD (−14,7 %) – verliert weiter deutlich an Wert

    UM Strategy Fund: ~96,60 → ~98,50 (+~2,0 %) – gegen den amerikanischen Markt eine ganze Ecke mehr gewonnen

    Während Gold und Silber explodieren, setzt der Bitcoin seinen Abwärtstrend fort – eine verkehrte Welt für alle, die Bitcoin als „neues Gold" gesehen haben.
    Geopolitik, Ölpreis, Inflation und die Zinsfrage
    Die Frage ist: Wie geht die Welt jetzt weiter? Es gibt verschiedenste Aussagen über den Krieg – dass der nur zwei Wochen dauert, vier Wochen dauert. Andere sagen, es könnte auch ganz langfristig werden. Russland — Ukraine ist auch noch im Krieg. Wir sehen auf der Welt gerade eine ganze Menge an Kriegsgeschehen.
    Das hat natürlich Auswirkungen. In Europa ist die Inflation gerade ein Stück angesprungen – und das liegt damit zusammen, dass das Öl durch den Krieg deutlich teurer geworden ist. Gas alleine ist fast 
    30 % nach oben geflogen. Wir leben gerade eine Situation: Auf der einen Seite Krieg, Negativangst, Panik. Auf der anderen Seite war Krieg im Nachgang immer eigentlich ein Treiber an der Börse. Dazu kommt die wirtschaftliche Seite, die auf Zinssenkung hofft. Jetzt springt der Ölpreis nach oben, treibt die Inflation hoch – und die Wirtschaftsweisen diskutieren schon: Macht es Sinn, die Zinsen zu senken, oder ist das nur ein kurzfristiges Problem aufgrund des Krieges?
    Die Barrel-Zahl wurde zusätzlich um 700.000 nach unten reduziert – gedrosselt. Das macht Öl nochmal knapper. Die Saudis freuen sich – denn der Tourismus nach Dubai und in die anderen Golfstaaten ist eingebrochen. Wenn der Ölpreis deutlich hochgeht, können damit die fehlenden Einnahmen aus dem Tourismus gedeckelt werden.
    Wenn wir nach Deutschland gucken: dasselbe Problem. Steigende Inflation, die gerade in Richtung 3 % gehen könnte. Dazu Arbeitslosenzahlen, die seit langen Jahren nicht mehr so hoch waren. Zinsen will man runter – kann sie aber aufgrund der Inflation eben nicht senken. Insofern ist das eine ein bisschen verzwickte Lage.
    Da passt für mich immer dieser Satz: Vertraue doch lieber auf die Langfristigkeit als Value Investor mit Trading-Ansatz. Mach Dich nicht nervös, guck nicht zu oft in Dein Depot, mach Dich nicht irre. Wenn Du die richtige Strategie hast und eine gewisse Absicherung, dann bleibt das Ganze relativ entspannt.
    Bayer und der Ausblick auf die nächsten Monate
    Noch ein großer Punkt: die Bayer-Aktie. Der Glyphosat-Streit ist immer noch am Laufen – jetzt hofft man auf den Obersten Gerichtshof. Trotzdem hat Bayer einen Milliardenverlust erlitten: Rund 3,6 Milliarden Euro Verlust, dazu nochmals 12 Milliarden Euro an Rückstellungen. Bayers Ausblick für 2026 ist ebenfalls enttäuschend. 
    Bayer ist bei diesem Thema hart getroffen worden – das kann man ganz klar sagen.
    Was erwarte ich für die Zukunft? Ich glaube tatsächlich, dass die nächsten zwei, drei Monate sehr, sehr interessant werden. Ich persönlich glaube, dass der Krieg nicht so lange läuft – und dass die Märkte danach auch wieder in den Modus einschalten, dass es nach oben gehen kann. Welche Bereiche können jetzt positiv laufen? Dazu bringe ich ein paar Einzelaktien mit.
    Aktien-Watchlist: Tech-Rücksetzer und Old Economy im Check
    Wie immer ist das keine Kaufempfehlung – aber ich sehe dort durchaus sehr interessantes Potenzial. Alle Aktien, die ich nenne, besitze ich selbst und kaufe sie auch nach, weil ich sie langfristig halten will.
    Tech-Werte: Jetzt selektiv den Einstieg wagen
    Ich sehe tatsächlich den ein oder anderen Tech-Wert, der jetzt langsam wieder in die Richtung nach oben drehen könnte. Wichtig dabei: vernünftiges Wachstum, Bewertung in einem vernünftigen Maß. Gerade wenn Krisen sind, wird auf Bewertung geguckt. Wächst ein Unternehmen – ja oder nein? Das ist die entscheidende Frage.
    Adobe: rund 260 USD, in der Spitze bei fast 700 USD – ein Stück zurückgekommen, für mich jetzt interessant
    Microsoft: aus der Spitze von 560 USD mit rund 30 % auf circa 400 USD gelaufen. 30 % Minus bei einer Aktie wie Microsoft – manchmal sind es auch 40 oder 50 %. Aber 30 % ist gerade für den langfristig orientierten Investor bestimmt hochwertig. Eine durchaus spannende Einstiegssituation.
    Marvell Technologies: stand schon mal eine ganze Ecke höher, jetzt eher so um die 80 USD – sicherlich durchaus interessant
    Old Economy: Die Langweiler-Aktien, die nicht mehr groß fallen
    Wir haben es gerade wieder gesehen, als die Märkte mit dem Krieg ein bisschen runtergekommen sind: Die Langweiler-Aktien wie eine Danaher, eine General Mills – die sind eben nicht mehr groß gefallen. Auch eine Nike nicht. Weil die Unternehmen eben schon eine ganze Menge gefallen sind. Die Fallhöhe war eher klein. Und die Leute fangen in der Krise immer an, eher in die Langweiler-Aktien zu investieren – mit einer relativ sicheren Dividende und weniger Potenzial, deutlich nach unten zu fallen.
    Auch eine Coca-Cola und eine Pepsi hatte ich in den letzten Monaten diverse Male empfohlen – sehr spannend gelaufen, gut nach oben entwickelt und sicherlich immer noch sehr interessante Werte.
    Meine konkreten Favoriten:
    Amazon: von rund 260 auf 200 USD gefallen – im Big-7-Universum aktuell mein Favorit

    Microsoft: mit rund 30 % Rabatt – gerade eben schon erwähnt

    General Mills: spannend

    Hormel Foods: spannend

    Medtronic: leicht zurückgekommen, aber vorher schon guten Lauf hingelegt. Wird dieses Jahr wahrscheinlich Rekordergebnisse präsentieren, hat aber immer noch rund 30 % Luft nach oben

    Nike mit den Turnschuhen darf man nicht vergessen – sicherlich spannend

    Die bewährten Sektoren aus der Jahresbeginn-Empfehlung:
    Ich hatte am Anfang des Jahres drei Bereiche genannt: Finanzen mit den Banktiteln, Rohstoffe und den Healthcare-Bereich. Alle drei Bereiche sind bisher sehr, sehr gut gelaufen. Auch die Rohstoff- und Ölwerte – ob TTE, Apache, Exxon oder Halliburton – sind alle sehr, sehr schön gelaufen. Da gab es ganz gutes Geld mit zu verdienen.
    Novo Nordisk (NVO): deutlich verprügelt – aber langfristig spannend
    Nehmen wir noch eine weitere mit rein: Novo Nordisk (NVO). Natürlich deutlich verprügelt worden – in der Spitze 150 USD, jetzt bei rund 36 bis 37 USD. Eine Dividendenrendite mittlerweile mit Sonderausschüttung von eher 4 bis 5 %.
    Ja klar: Die Abnehmenspritze hat nicht so gut funktioniert wie geplant, die Preise werden ein bisschen gesenkt. Aber trotzdem ist es ein Milliarden-Extra-Markt, ein Blockbuster, der dazugekommen ist. NVO wird wahrscheinlich nächstes Jahr Rekordgewinne schreiben. Und die Aktie hat auf das alte All-Time-High über 300 % Potenzial. Wird sie das morgen erreichen? Auf gar keinen Fall. Aber: Im Einkauf liegt der Gewinn – und ich würde viele Wetten eingehen, dass man sich die Aktie in drei bis fünf Jahren sehr gerne anschaut.
    Ich glaube auch gerade ein bisschen an den amerikanischen Healthcare-Markt insgesamt. Trump war da ein bisschen drauf losgegangen, wollte Preise senken. Ich glaube aber, das rückt gerade in den Hintergrund – denn: Der ist jetzt im Iran verbandelt, mit dem Krieg verbandelt, hat genug andere Themen. Dementsprechend könnte sich dieser Bereich gut entwickeln.
    Zwei Regeln für unruhige Märkte und mein Fazit für den März
    Alles hängt ein bisschen davon ab, wie der Krieg weitergeht – das kann ich nicht final sagen. Selektiv gibt es die ein oder andere spannende Aktie. Es kann durchaus sein, dass der März noch deutlich ruckelig bleibt, vielleicht geht es auch noch ein bisschen zurück. Was ich Dir aber mitgeben kann: Wenn Du jetzt selektiv einsteigst, bei guten Werten mit einer guten Idee, dann glaube ich, dass Du dort langfristig gutes Geld verdienst.
    Wenn die Märkte so unruhig sind, gibt es für mich zwei ganz wichtige Regeln:
    Regel 1: Manchmal ist es gut, einfach an der Seitenlinie zu stehen.
    Ein bisschen Geld vom Tisch nehmen – wie wir so gerne sagen als Profi. Vielleicht auch mal 
    30, 40, 50 % Cashquote haben. Das ist keine Schwäche, sondern Stärke. Wenn dann die Signale wieder kommen und es sich beruhigt, kann man handeln.
    Regel 2: In zwei bis drei Tranchen investieren.
    An der Börse wird zwar nicht geklingelt – aber wenn Du Dein Geld in zwei bis drei Tranchen investierst, wirst Du auf jeden Fall einen sehr, sehr guten Einstiegspreis haben.
    Was mag ich Dir für den März mitgeben? „Lass Dich nicht irre machen." Genieße es, dass die Sonne langsam ein bisschen hochsteigt, dass es ein bisschen heller wird, dass wir ein bisschen mehr Licht und Sonnenschein und Wärme haben. Vielleicht guckt man auch nicht jeden Tag ganz irre auf die Börse, sondern hält manchmal auch ein bisschen Abstand. Und dann kann man ganz beruhigt und entspannt in die Zukunft blicken.
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Wolltest Du schon immer über Aktien und Börse lernen? In diesem Podcast erfährst Du, wie Du Dein Geld anlegst und richtig investierst. Du erfährst nicht nur, was Ulrich Müller so erfolgreich gemacht hat, sondern bekannte Persönlichkeiten geben ihre besten und schlechtesten Investitionen preis. Seit seinem 16. Lebensjahr interessiert sich Ulrich Müller für Investments aller Arten. Mittlerweile ist er ein Aktienprofi, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Du wirst dadurch mit auf eine Reise genommen und bekommst Erfolgsrezepte, Tools und Strategien von Coaches, Investmentberatern, Börsenprofis, Immobilien-Investoren, sowie bekannten Autoren und Personen aus seiner Börsenfamilie an die Hand, die Du in Dein eigenes Leben integrieren kannst. Es geht hier darum, wie Du Dich selbst, sowie die richtigen Chancen für Dein Leben erkennst um somit Deine persönlichen Erfolge zu feiern.
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